Nach einer meisterhaften Performance von Max Verstappen in Imola können Red-Bull-Fans wieder hoffen – ein fünfter Verstappen-Titel scheint 2025 nicht mehr ausgeschlossen. Für einen siebten Formel 1-Konstrukteurstitel stehen die Chancen allerdings schlecht bis ganz schlecht. Der Rückstand auf McLaren beträgt bereits 148 Punkte. Mit Oscar Piastri und Lando Norris hat McLaren zwei starke Fahrer, die in jedem Rennen wichtige Punkte holen. Diesen Vorteil hat Red Bull nicht.
Yuki Tsunoda muss sich steigern
Während Verstappen den 400. Grand Prix für das Team mit einem Sieg krönte, sammelte Yuki Tsunoda in Imola einen mageren WM-Punkt. Für ihn spricht, dass er den zehnten Platz in einem aus verschiedenen Spezifikationen zusammengeflickten RB21 und nach einem Start aus der Boxengasse holte. Dass es überhaupt dazu kam, ging allerdings mit dem Crash im Qualifying auf seine Kappe.
Auch die Motorsport-Magazin.com Redaktion lastete ihm den Qualifying-Crash schwer an und vergab beim Fahrer-Ranking drei Fünfer. Auch das Leser-Wohlwollen mit 3,44 für ein gutes Rennen rettet Tsunoda nicht vor dem vorletzten Platz. Das Fahrer-Ranking im Detail gibt’s hier zum Nachlesen:
So langsam muss der 24-Jährige eine Steigerung zeigen, vor allem braucht es eine größere Punkteausbeute. Sieben Punkte in fünf Rennen sind zu wenig, selbst ohne den Vergleich zu Verstappen, der im selben Zeitraum 88 Punkte holte. "Ich würde sagen, er macht einen normalen Job. Besonders gut kann man das jetzt nicht nennen, wenn man sich die Zeiten und Startpositionen anschaut. Also mich hat es bis jetzt nicht vom Stuhl gehauen", erklärte Christian Danner. Für den Formel-1-Experten steht fest: der Gegenwind wird stärker.
Red-Bull-Nachfolger steht in den Startlöchern
"Tsunoda spürt bereits den Atem von Isack Hadjar", glaubt Danner. Das aufstrebende Talent aus Frankreich gilt durchaus als Kandidat auf ein Red Bull-Cockpit. Die Frage ist weniger, ob es passiert als wann es passiert. Für Danner wäre ein erneuter Fahrerwechsel bei Red Bull – Liam Lawson musste nach zwei Rennen sein Cockpit für Tsunoda räumen – ein fataler Fehler. "Dann ginge das Ganze wieder von vorne los", meinte Danner und hofft, dass sich Tsunoda in den kommenden Rennen von einer stärkeren Performance-Seite zeigt. "In Barcelona oder danach in Kanada werden wir sehen, wozu ein bei Red Bull etablierter Tsunoda imstande ist. Ich drücke ihm die Daumen."
Die Zukunft gehöre aber jungen Fahrern wie Isack Hadjar. Der 20-Jährige stellte sein Talent bereits mehrfach unter Beweis. "Hadjar ist ein toller Fahrer, ein ganz spezieller Typ. Er hat seinen eigenen Stil entwickelt und das finde ich großartig. Und die Performance, die er zeigt, ist bemerkenswert", lobte Danner den Rookie. Gleichzeitig warnt der Formel-1-Experte vor einem zu frühen Move zu Red Bull. Die Gefahr neben einem Kaliber wie Max Verstappen zu 'verhungern', sei einfach zu groß. "Das wissen auch Horner und Marko", so Christian Danner.
Hasskommentare im Netz: FIA greift ein
Yuki Tsunoda geriet in Imola ins Visier der Colapinto-Fans. Er hatte sich über Colapinto beschwert, der ihn blockierte. Die Folge: Hass-Kommentare, Beleidigungen und rassistische Äußerungen gegen den Red-Bull-Piloten im Netz. Nicht nur Tsunoda und Colapinto forderten von den Fans einen respektvollen Umgangston, sondern auch Mohammed Ben Sulayem. "Niemand sollte Drohungen, Hass und Diskriminierung ausgesetzt sein. In unserer Gemeinschaft gibt es keinen Platz für Missbrauch oder toxische Inhalte", stellt der FIA-Präsident klar.
Nicht nur Yuki Tsunoda hatte Ärger mit Internet-Trolls, sondern auch Jack Doohan. Wie sich der Australier wehrte, gibt's hier zu lesen:



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