Red Bull hat seine heiß erwartete Speziallackierung für den kommenden Großen Preis von Japan veröffentlicht. Wie bereits zum Türkei-GP 2021 erstrahlt der Bulle für ein Wochenende in Weiß. Erneut ist der Anlass das Ende der erfolgreichen Partnerschaft zwischen Red Bull und Honda. Während sich der japanische Autohersteller im Jahr 2021 eigentlich komplett aus der Formel 1 zurückziehen wollte, davon allerdings einen Rückzieher machte, ist nach dieser Saison endgültig Schluss. Honda wird sich 2026 Aston Martin anschließen und das Team aus Silverstone ab der kommenden Saison zum Werksteam machen.

Der Japan-GP soll passenderweise als letzte große Bühne für das Ende einer der erfolgreichsten Motorenpartnerschaften in der Geschichte der Formel 1 dienen. Mit Hilfe des japanischen Motors gewann Red Bull (bis jetzt) insgesamt sechs Weltmeistertitel und feierte im Jahr 2023 die statistisch dominanteste Saison der Formel-1-Geschichte. Die Kirsche auf der Sahnetorte bietet zusätzlich das neue Fahrerpersonal: Der Japaner und Honda-Schützling Yuki Tsunoda wird am Wochenende in Japan sein langersehntes Formel-1-Debüt für Red Bull geben. Tsunoda hat sich für sein Debüt viel vorgenommen und schielt in Suzuka auf das Podium.

Der RB21 in Japan: Erneute Hommage an ersten Honda-Sieg in der Formel 1

Der RB21 mit Honda-Speziallackierung für den Großen Preis von Japan.
Der RB21 orientiert sich wieder am Honda RA272, Foto: Red Bull Content Pool

Wie bereits in der Türkei vor knapp vier Jahren orientiert sich die diesjährige Lackierung an dem Honda RA272 aus der Saison 1965. Mit diesem hatte der Amerikaner Richie Ginther mit einem Sieg beim Großen Preis von Mexiko das erste Rennen in der F1-Geschichte Hondas gewonnen. Anders als in Istanbul verschwindet das typische Red-Bull-Gelb dieses Jahr allerdings komplett von dem Boliden. Der springende Bulle ist heuer ausschließlich in glänzendem Rot gehalten. Der RB21 wäre wohl sonst dem Boliden der Racing Bulls, dem Red-Bull-Schwesterteam, zu ähnlich gewesen. Die Fahrernummer auf dem Frontflügel ist auf einem roten Kreis aufgedruckt und symbolisiert damit die japanische Nationalflagge, die auch auf dem Vorbild von vor 60 Jahren zu erkennen war. Außerdem feiert das alte Honda-Logo sein Comeback.

„Unsere Beziehung zu Honda verdient es, gefeiert zu werden. Sie ist von anhaltendem Erfolg geprägt und hat dem Team eine der triumphalsten und dominantesten Perioden in unserer Geschichte beschert“, sprach Red-Bull-Teamchef Christian Horner. „Max hat vier Weltmeistertitel mit einem Honda-Aggregat gewonnen und das Team hat zwei Konstrukteurstitel geholt. Darüber hinaus hat die Zuverlässigkeit von Honda es ermöglicht, 2023 die erfolgreichste Saison in der Geschichte des Sports zu absolvieren. Diese Lackierung ist eine Hommage an den Erfolg von Honda in diesem Sport und das letzte Jahr einer durch und durch erfreulichen Partnerschaft. Ich freue mich darauf, sie auf der Rennstrecke zu sehen.“

Der RB21 mit Honda-Speziallackierung für den Großen Preis von Japan.
So wird Max Verstappen am Sonntag ins Rennen gehen, Foto: Red Bull Content Pool

Aus sportlicher Sicht lief es für Red Bull bei der ersten Honda-Speziallackierung durchaus positiv. Im Regen von Istanbul 2021 konnte Max Verstappen im Duell gegen Lewis Hamilton einen wichtigen Etappensieg einfahren. Sein damaliger Teamkollege Sergio Perez wurde nach beeindruckender Verteidigungsarbeit Dritter. Ob es an diesem Wochenende ähnlich erfolgreich wird, darf bezweifelt werden. Der Red Bull zählte in den ersten beiden Saisonrennen nicht zu den drei schnellsten Autos im Feld. Die meisten Augen werden ohnehin auf den Hometown-Hero Tsunoda gerichtet sein. Ein Podium des Japaners bei seinem Red-Bull-Debüt vor heimischer Kulisse würde eines dieser ganz besonderen Märchen bedeuten, die nur der Sport schreiben kann.

Nach dieser Saison wechselt Honda die Fronten und stattet Aston Martin rund um Ex-Technik-Guru Adrian Newey aus. Doch diese wollen aufgrund der anhaltenden Automobilkrise nun ihre Formel-1-Anteile verkaufen. Was genau es damit auf sich hat, erfahrt ihr hier: