Red Bull absolvierte vor dem Formel-1-Wochenende in Japan einen Showrun auf den Straßen von Tokio. Bei dem Event, das zu Ehren des scheidenden Motorenpartners Honda abgehalten wurde, kamen alle vier Piloten des F1-Fahrerkaders von Red Bull und den Racing Bulls zum Einsatz.

Max Verstappen drehte mit seinem ersten Weltmeister-Auto, dem RB16B, seine Runden, während sich die anderen Fahrer je ans Steuer eines RB7 setzten. Mit jenem Modell wurde Sebastian Vettel 2011 Formel-1-Weltmeister. Eigentlich war Yuki Tsunoda vor seinem Heimpublikum der Star der Stunde, doch Rookie Isack Hadjar stahl ihm bei dem Run auf unrühmliche Weise die Show.

Fauxpas bei Formel-1-Showrun: Isack Hadjar beschädigt Red Bull RB7

Der Neuzugang blieb bei seiner Fahrt in einem Red Bull RB7 mit einer Racing-Bulls-Lackierung bei dem Versuch einen Spinturn hinzulegen, auf einem Randstein hängen. Hadjar konnte zwar weiterfahren, jedoch wurde der Frontflügel durch den Zwischenfall in Mitleidenschaft gezogen, wie er am Donnerstag in Suzuka bestätigte. Videos auf Social Media zeigen den Unfall.

Das kleine Malheur sollte aber Hadjars Stimmung bei dem Showrun nicht vermiesen, denn er genoss es einige Meter mit dem V8-motorisierten F1-Auto hinzulegen. "Es hat sich sehr gut angefühlt. Es war das erste Mal, dass ich mit einem V8-Motor gefahren bin. Ich fand es toll", so der Franzose. Nicht nur der Motor hatte ihm nach dem Run ein Grinsen ins Gesicht gezaubert: "Im RB7 zu sitzen, dem Auto von Sebastian Vettel, ist einfach cool."

Die Stimmung trübte seiner Meinung nach auch die etwas ungewöhnliche Situation zwischen seinem ehemaligen und zukünftigen Teamkollegen nicht. Denn Tsunoda und Liam Lawson tauschen ab dem kommenden Formel-1-Wochenende in Suzuka ihre Cockpits und der Japaner übernimmt das zweite Auto bei Red Bull, während der Neuseeländer zum kleinen Schwesterteam degradiert wurde.

Der Showrun in Suzuka war das erste Aufeinandertreffen der Beiden, seitdem die Rochade beschlossen wurde. Lawson ließ es bei dem Showrun übrigens ruhiger angehen als sein Teamkollege und versuchte den Spinturn in der engen Haarnadel auf der Show-Strecke in Tokio erst gar nicht, Tusnoda hingegen absolvierte ihn mit Bravour. Das ist aber nur eine Randnotiz.

Isack Hadjar: Tsunoda-Lawson-Wechsel komisch für jeden, außer für die Fahrer

Hadjar bestritt, dass der Cockpit-Tausch Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen den vier Red-Bull-Fahrern gehabt hätte: "Ich denke, es ist komisch für jeden außer für die Fahrer, denn wir wissen, was los ist und wie hart dieser Sport ist. Zwischen uns gibt es also überhaupt keine unangenehmen Situationen."

"In der Red-Bull-Familie dreht sich alles um die Performance. Derjenige, der zu einem Zeitpunkt performt, hat die größte Chance das Red-Bull-Cockpit neben Max zu bekommen", erklärte Hadjar, "ich denke, das ist sehr klar und offensichtlich. Und wenn man nicht mehr performt, dann ist man in Problemen und es wird schwieriger."

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