Nach nur zwei Rennen war für Liam Lawson bei Red Bull Schluss. Yuki Tsunoda wird ab dem Japan Grand Prix im RB21 neben Max Verstappen sitzen. Die Herausforderung ist groß, doch bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach dem Wechsel bei einem Honda-Event in Aoyama freut sich Tsunoda auf die Herausforderung, und träumt von einem Podium beim Heimrennen.

Yuki Tsunoda: Das fühlt sich etwas nach Schicksal an

Für Tsunoda ist der Wechsel wie ein wahrgewordener Traum. Der Japaner darf sein erstes Rennen für das Formel-1-Hauptteam beim Heimrennen in Suzuka bestreiten. Tsunoda arbeitete seit seinem F1-Debüt für damals noch AlphaTauri 2021 auf den Wechsel hin.

Doch auch nach einigen Besserungen im Laufe der Jahre zog Red Bull Liam Lawson gegenüber ihm vor. "Ganz ehrlich: Ich habe nie erwartet in Japan noch für Red Bull zu fahren. Das ist das letzte Jahr in Red Bulls und Hondas Partnerschaft. Als ich nochmal darüber nachgedacht habe, kam mir die Vorstellung in Japan für Red Bull zu fahren schon etwas surreal vor", so Tsunoda.

Doch mit Liam Lawsons katastrophalem Saisonstart tut sich für Tsunoda nach über drei Jahren des Wartens die Gelegenheit zum genau richtigen Zeitpunkt auf. "In Suzuka für Red Bull zu fahren, fühlt sich deswegen etwas nach Schicksal an. Alles ist genau richtig passiert, damit ich heute hier stehen kann", sagt Tsunoda.

Trotz großer Herausforderungen und vielen gescheiterten Vorgängern träumt Tsunoda schon beim ersten Rennen von großen Erfolgen. "Ich möchte nicht zu hohe Erwartungen schaffen, aber beim Japan Grand Prix möchte ich auf das Podium fahren", so Tsunoda, der aber prompt ergänzt. "Das gesagt: Es wird natürlich nicht einfach direkt vom Start weg."

Tsunoda will Red Bull Formel-1-Auto erst einmal verstehen

Liam Lawson, Sergio Perez, Alexander Albon und Pierre Gasly. Die Liste der gescheiterten zweiten Fahrer bei Red Bull ist lang und reicht bis ins Jahr 2019 zurück. Der RB21 scheint besonders schwierig zu fahren zu sein. Selbst Max Verstappen hat seine Schwierigkeiten mit dem Auto.

Red Bull-Piloten Liam Lawson und Max Verstappen im Paddock
Yuki Tsunodas Vorgänger sind an Max Verstappen und dem Red Bull gescheitert, Foto: Getty Images / Red Bull Content Pool

Für Tsunoda liegt die Priorität daher erstmal bei den Grundlagen. Zwar konnte der Japaner den Red Bull RB20 schon beim Reifentest in Abu Dhabi fahren, doch mit dem RB21 hat er keinerlei Erfahrungen. "Meine Priorität ist erst einmal das Auto zu verstehen, und zu sehen, wie es sich im Vergleich zum VCARB verhält. Wenn ich es beim Fahren in FP1 ganz natürlich genießen kann, werden die Ergebnisse folgen", so Tsunoda.

"Wenn das zu einem Podest-Ergebnis führt, wäre das fantastisch."

Ob der Wechsel Yuki Tsunoda, Red Bull und Liam Lawson gut tun wird, diskutieren wir in diesem Video. Klickt euch rein!

Red Bull wirft Lawson raus! Tsunoda das nächste Formel-1-Opfer? (11:17 Min.)