"Nichts Neues." So eröffnet Sergio Perez seine Presserunde am Donnerstag bei der Formel 1 in Ungarn. Zwei Rennen vor der Sommerpause kocht die Gerüchteküche. Mehrere Medienberichte sprachen von Ausstiegsklauseln in Perez' gerade erst um zwei Jahre verlängerten Vertrag. Demnach könnte Red Bull den Mexikaner schon nach dem Belgien-GP an die Luft setzen.

Könnten Liam Lawson, Daniel Ricciardo oder Yuki Tsunoda also wirklich bald im RB20 sitzen? "Diesbezüglich gibt es nichts", streitet Perez die Existenz solcher Klauseln ab. Wiederholt versichert er, dass er nicht mit mehr Druck als sonst in die nächsten beiden Rennen startet. Nachdem er Ungarn und Belgien infolge der letzten schwachen Vorstellung in Silverstone dort selbst als besonders wichtig hervorgehoben hatte.

"Was ich meinte, ist, dass die nächsten beiden Rennen wichtig für mich sind", so Perez. "Ich will guter Dinge in den Urlaub gehen, und alle auf meiner Garagenseite sollen guter Dinge in den Urlaub gehen. Über nichts anderes habe ich gesprochen." So oder so räumt Perez ein, dass er trotzdem dringend zurück zu jener Form finden muss, mit der er sich zu Saisonstart die Vertragsverlängerung eigentlich erfahren hatte.

Wo ist die Perez-Form hin? Nicht nur meine eigene Schuld

"Zuerst einmal habe ich selbst nicht 100-prozentig abgeliefert", räumt Perez ein. Findet aber auch, dass das Gesamtbild der letzten sechs Rennen - in denen er nur 16 Punkte holte - nicht allein auf seine Form zurückzuführen ist: "Wir hatten einige Probleme, keine sauberen Wochenenden. Manchmal fehlte die Pace, manchmal waren es die Umstände."

"Da ist es ein bisschen von allem, wenn du in so einer Negativ-Spirale hängst", meint Perez und verweist etwa auf Silverstone, wo er nach starken Freitags-Trainings sich mit einem Dreher in Q1 eliminierte: "Das lag an mir." Sein Renn-Comeback wurde wiederum durch eine strategische Fehleinschätzung gestoppt.

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"Es geht anderen Fahrern nicht anders, niemand fährt stets bei 100 Prozent", meint Perez. Er ist sich absolut sicher, dass er zurück zur Form der ersten sechs Rennen finden kann. Unter der Woche war er in Red Bulls Simulator unterwegs: "Ich glaube, wir verstehen ein paar Trends, auf die wir uns konzentrieren wollen, um sicherzustellen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Perez kontert den Druck der Red-Bull-Gerüchte: Ich liebe das

Die lautstarke Geräuschkulisse um seine Zukunft will er ausblenden können. Erst wenige Stunden zuvor hatte Yuki Tsunoda in Ungarn mit der Ansage aufhorchen lassen, er habe eine Chance im zweiten Red-Bull-Cockpit verdient. "Viele Fahrer da draußen hätten gerne meinen Platz, ist ja logisch", nimmt es Perez locker. "Ich habe kein Problem damit. In diesem Sport sind hohe Ambitionen gut."

Das zeigt aber auch, dass Perez sich dem Lärm durchaus bewusst ist. Trotzdem: "Wenn ich trainiere, wenn ich mit dem Team im Simulator bin, dann konzentriere ich mich auf die wichtigen Dinge. Der Lärm, der ist denke ich einfach größer, wenn du bei Red Bull bist. Aber das ist das Tolle an dieser Herausforderung. Das liebe ich. Deshalb habe ich meinen Vertrag verlängert. Es ist richtig hart, es zieht alles aus dir raus, und deshalb will ich weitermachen."