In Eau Rouge war Max Verstappen in Führung - allerdings nur für ein paar Meter. Dann holte sich Kimi Antonelli Platz eins zurück - und der Traum vom Sieg in Spa verschwand nach und nach. Der vierfache Weltmeister blieb zwar dran, verlor aber durch das virtuelle Safety-Car jede Chance im Kampf um den Sieg - und gegen Charles Leclerc. Lewis Hamilton hielt er nur dank einer Fünf-Sekunden-Strafe und Boxenstopp-Probleme hinter sich. "Daher finde ich es sehr gut, dass wir auf dem Podium stehen. Ich habe alles gegeben, was ich hatte, und ich finde, Platz 3 ist gut."
Verstappen und Red Bull setzen zu viel Energie vor Eau Rouge ein
Verstappens Überholmanöver vor Eau Rouge war ohnehin nur durch einen kurzzeitigen Energieüberschuss möglich. "Wir haben zu viel von Kurve 1 bis Kurve 2 eingesetzt! Dann fuhr ich durch Eau Rouge, schaute auf meinen Batteriestatus und dachte: Oh, das wird schwierig."
Das Rennen gewann Kimi Antonelli vor Charles Leclerc. George Russell verlor nach einem Crash mit Lewis Hamilton wertvolle Punkte im WM-Kampf. Den Rennbericht könnt ihr hier nachlesen:
Schwierig wurde es auch. Nicht nur Kimi Antonelli flog vorbei, sondern auch Charles Leclerc auf Verstappens Außenseite. "Dann sah ich eine rote Rakete auf mich zukommen. Ich dachte mir: Oh, ich bleibe einfach auf meiner Linie. Wenn ich mich hier bewege, kommt es zu einem Zusammenstoß"
Verstappen ist zufrieden mit Red-Bull-Pace: "War ein reibungsloses F1-Wochenende"
Nach dem kurzen Energie-Heroismus zeigte Verstappen im Red Bull RB22 allerdings eine starke Pace während des ersten Stints. Platz zwei holte sich der vierfache Weltmeister von Charles Leclerc wieder. Zu Antonelli musste er nie ganz abreißen lassen. In Runde 17 kam Verstappen an die Box, um Antonelli unter Druck zu setzen.
Das Problem: Eine VSC-Phase wegen Trümmerteilen folgte drei Runden später. Das brachte Charles Leclerc wieder uneinholbar an Verstappen vorbei - und die Red-Bull-Pace allgemein war im Vergleich schwächer. "Kimi und ich hatten mit dem VSC ein bisschen Pech."
Statt nach vorne musste Max Verstappen stattdessen in den Rückspiegel seines Formel-1- Autos schauen. Auf dem harten Reifen war der McLaren von Oscar Piastri deutlich konkurrenzfähiger. "Der zweite Stint war etwas schwieriger. Die Balance war lange Zeit nicht so, wie ich sie mir gewünscht hätte." Doch Verstappen hielt zumindest Piastri hinter sich. Auch Lewis Hamilton schaffte es nicht mehr aufzuschließen.
"Insgesamt lief das Wochenende für uns relativ reibungslos. Das Auto lag von Anfang an in einem guten Bereich, und das hat uns meiner Meinung nach sehr geholfen", resümiert Verstappen.
Wieder mit neuem Heckflügel: Wie gut ist Red Bull in Ungarn?
Als nächstes wartet der Hungaroring auf Red Bull. Die Hackordnung? "Das lässt sich im Moment unmöglich sagen. Wir brauchen ein sauberes Wochenende. Das wird entscheidend sein."
In jedem Fall wird der "Macarena-Heckflügel" wieder mit dabei sein. Den hatte Red Bull in Belgien wegen Max Verstappens Crashs in Österreich und Großbritannien ersetzt. Für Ungarn sollen die Probleme allerdings behoben sein.
"Der alte hat dieses Wochenende gut funktioniert. Ich habe das Auto auf der Strecke gehalten. In Ungarn gibt es viele Kurven, und man braucht eine gute Kurvenperformance. Deshalb ist es unmöglich, vorherzusagen, wie gut wir sein werden."



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