Den Sieg konnten Oscar Piastri oder Lando Norris nicht bejubeln. Stattdessen blieben die Positionen 2 und 4. Im Rennen führte kein Weg an Charles Leclerc vorbei. Die Chance auf den Sieg verloren die Papayas wohl im Qualifying. Lando Norris verzweifelt am Ferrari von Carlos Sainz. Oscar Piastri zeigt sich glücklich mit dem zweiten Platz.

Piastri: Spitze war langsamer als die Formel 2

Oscar Piastri nimmt aus Monaco 18 Punkte mit nach Woking. Für McLaren sind das wichtige Zähler, um nicht den Anschluss an Ferrari in der Konstrukteurs-WM zu verlieren. Doch wären auch 25 Punkte möglich gewesen?

"Um ehrlich zu sein, Charles war von Beginn an mega. Ich hätte gestern wahrscheinlich die beste Runde meines Lebens fahren müssen, um ihn zu schlagen. Daher bin ich sehr glücklich mit Platz zwei", so Piastri.

Auch McLaren-Teamchef Andrea Stella zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. "Wenn man sich die Daten anschaut, wenn wir die schnellsten drei Sektoren zusammenzählt war Oscar der schnellste. Aber das muss man in einer Runde zusammenbringen. Und P4 und P2 ist auch ein gutes Ergebnis", so Stella bei Sky Deutschland.

Im Rennen selbst ergaben sich kaum Chancen zu Überholen. Leclerc kontrollierte die Pace. So schlichen die vier Autos an der Spitze nur hintereinander her. "Nach 10 oder 15 Runden habe ich es einmal in Kurve 8 hinein versucht. Wir waren sehr langsam, ich glaube an einem Punkt sogar langsamer als die Formel 2. Ich habe da versucht meine Nase reinzuhalten, aber er hat schnell genug reagiert."", so Piastri.

Charles Leclerc (Ferrari) führt nach dem Restart vor Oscar Piastri (McLaren), Carlos Sainz (Ferrari), Lando Norris (McLaren)
Die Spitze bildeten in Monaco McLaren und Ferrari, Foto: LAT Images

Besonders zu Beginn schien Charles Leclerc die Pace zu kontrollieren. Zum Vergleich: Zu Beginn des Rennens fuhr die Spitzengruppe Zeiten im Bereich von 1:20.000 Minuten. Am Ende des Rennens auf über 70 Runden alten Reifen fuhr sie 5 Sekunden schneller. "Wir waren zwischendurch drei Sekunden langsamer als eigentlich drin gewesen wäre", erklärt Andrea Stella zu.

Erst in der zweiten Hälfte des Rennens schien Piastri nicht mehr mit Leclerc mithalten zu können. Am Ende fehlten etwa neun Sekunden auf den Rennsieger. "Ich denke, gegen Ende des Rennens war es eine Kombination aus dem hochhalten der Rennpace und meinem Schaden am Unterboden. Am Ende hatte ich etwas Probleme", sagt Piastri.

Den Schaden am Unterboden handelte er sich bei einer leichten Berührung mit Carlos Sainz beim Start des Rennens ein. "Zu Beginn wusste ich aber nicht, wie viel es mich kosten würde."

Norris verzweifelt hinter Sainz: Hätten nichts tun können

Lando Norris hingegen schaffte es nicht aufs Podest. Stattdessen musste er nahezu das gesamte Rennen das Heck von Carlos Sainz begutachten. Dabei überholte er den Spanier schon in Runde eins, nachdem dieser mit einem Plattfuß zurückfiel. Doch beim Restart stellten die Stewards die ursprüngliche Startreihenfolge wieder her. Glück für Sainz, Pech für Norris.

"Wenn Carlos noch einen Plattfuß gehabt hätte, wären wir vielleicht vorbeigekommen", scherzt Norris nach dem Rennen. "Wir hätten nichts tun können, weil wir so langsam gefahren sind. Jeder hat das Rennen kontrolliert, da gab es nichts zu machen. Carlos hatte da Glück."