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Formel 1, Verstappen lässt 'Youngster' kalt: Muss nur siegen

Max Verstappen führt nach Sieg die Formel-1-WM wieder an, und ist in den nächsten Rennen Favorit. Kein Gedanke an Hamilton-Stichelei.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Max Verstappen weicht auch in Mexiko nicht von seinem seit dem Start in die Formel-1-Saison 2021 ausgegebenen Spielplan ab. Zwar führt der Red-Bull-Pilot dank seines achten Saisonsieges in Austin jetzt mit zwölf Punkten die WM-Tabelle vor Lewis Hamilton an, und zwei klassische Red-Bull-Strecken stehen ins Haus - aber das verleitet Verstappen sicher nicht zu Änderungen.

"Nicht wirklich, nein, mein Ansatz wird der gleiche sein wie schon das ganze Jahr über", kündigt Verstappen am Donnerstag in Mexiko auf die Frage an, ob er sich nun darauf einrichten wird, dass ein immer weiter zurückfallender Hamilton in Rad-an-Rad-Duellen jetzt mehr zu verlieren hat. Verstappen wirkt auch in dieser späten Phase des WM-Kampfes in Mexiko noch immer entspannt wie eh und je.

Verstappen von Hamilton weiter unbeeindruckt

Rivale Hamilton hatte eine Stunde davor in der Pressekonferenz einmal mehr den enormen Druck heraufbeschwört, der auf den bislang WM-losen Verstappen lastet. Oder der zumindest in Hamiltons Augen auf ihn lastet. Verstappen sei noch immer ein Youngster.

Für den Niederländer ist aber jeder Meisterschafts-Kampf gleich: "Gut, es ist mein erstes Mal in der Formel 1, aber nicht in meinem Leben. Letztendlich ändert es nichts. Weil du gewinnen musst. Das habe ich in der Vergangenheit getan, und das brauche ich jetzt auch." Die Formel-3-Saison 2014 war sein letzter ernster Titelkampf. Direkt aus dem Kartsport kommend unterlag er damals Esteban Ocon und Tom Blomqvist.

Auch die Zwischenrufe unter der Woche, das WM-Duell könnte beim Finale in Abu Dhabi in einem großen Crash im Stil von Senna gegen Prost enden, lassen Verstappen kalt. Wie Hamilton sieht er diese Gefahr nicht: "Das ist die Vergangenheit. Ich fokussiere mich auf das, was ich auf der Strecke machen muss - das Beste geben. So gewinnst du am Ende des Tages die Meisterschaft."

Verstappens ausgegebener Spielplan klingt daher so simpel wie schon zu Saisonbeginn: "Ich versuche die maximale Punktzahl zu holen, und natürlich den Rivalen zu schlagen." Basierend auf der WM-Situation die Aggression anpassen? Sieht Verstappen nicht: "Natürlich liefere ich hartes Racing. Wie Lewis, wie alle anderen. Und natürlich werde ich immer versuchen, dabei sauber zu bleiben."

Verstappen mahnt vor Mexiko: Favoritenrolle nicht garantiert

Verstappen bleibt in Mexiko sonst bei allen Fragen am Donnerstag kühl und kalkuliert. Äußert Freude, dass er sich hier dank der Popularität von Sergio Perez die Promo-Arbeit sparen konnte: "Ganz lustig. Checo fuhr den Showrun, und ich saß in meinem Bademantel im Zimmer und sah ihm zu." Und lässt keine Coronavirus-Angst wegen steigender Fallzahlen zu: "Wenn ich in Monaco ausrutsche und mir das Bein breche, ist es die gleiche Geschichte. Auch nicht gut. Ich denke über diese Dinge nicht wirklich nach und lebe einfach mein Leben so, wie ich es in den letzten zwei Jahren getan habe. Mit Covid."

Genauso kühl und kalkuliert beurteilt er die Chancen von Red Bull - das Team, welches in den vergangenen Jahren schon oft hier das stärkste Auto hatte. Verstappen aber weiß, dass nichts garantiert ist: "Es kann auf dem Papier gut ausschauen, aber du musst noch immer das Setup und die ganzen Kombinationen hinbekommen. Es mag gut für uns aussehen, aber wir müssen von FP1 weg voll dabei sein."


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