Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Formel 1 Monza, Vettel: Das ganze Sprint-Rennen nichts gesehen

Für Sebastian Vettel ging es im Sprint-Qualifying zum Italien GP nur ums Überleben. Ein Fehler in Kurve eins machte ihm das Leben schwer.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel wird den Italien GP 2021 von Startplatz elf aus in Angriff nehmen. Der Aston-Martin-Pilot profitiert nach einem schwierigen Sprint-Qualifying dabei vom Ausfall von Pierre Gasly und der Startplatzstrafe für Valtteri Bottas.

Von Platz elf gestartet sah Vettel die Ziellinie als Zwölfter. Teamkollege Lance Stroll hatte den vierfachen Formel-1-Weltmeister am Start überholt, Altmeister Fernando Alonso fackelte nicht lange, legte sich Vettel in Variante della Roggia zurecht und überholte ihn schließlich bei der Anfahrt auf die erste Lesmo-Kurve.

Dabei war Vettel einer von nur sieben Piloten, die das Sprint-Qualifying auf den Soft-Reifen in Angriff nahmen. Die Startphase hätte also sein Trumpf sein sollen. Doch neben den beiden Aston Martin starteten auch die beiden Alpine auf Soft - und machten mehr aus dem initialen Grip-Vorteil.

Dazu hatte Vettel von Beginn an mit einem Problem zu kämpfen. "Ich hatte einen guten Start, aber dann konnte ich nirgends hin und habe mich verbremst. Dadurch hatte ich vorne rechts und links massive Bremsplatten", ärgert sich Vettel.

Hamilton Patzer! Hat er damit den Sieg schon verschenkt?: (10:10 Min.)

In Anbetracht dessen ist der 34-Jährige mit Startplatz elf noch zufrieden. "Ich habe den Rest des Rennens nichts mehr gesehen, weil die Vibrationen so stark waren. Es war ziemlich schlecht, aber ich habe es geschafft, irgendwie zu überleben", so Vettel. "Ich bin froh, überhaupt ins Ziel gekommen zu sein."

Vettel verzichtet auf Boxenstopp: Sonst letzter Startplatz

Doch warum kam Vettel nicht einfach zum Reifenwechsel? "Wir wussten nicht, ob wir wechseln sollten oder nicht", gesteht er. "Aber wenn wir es gemacht hätten, wären wir als Letzter gestartet. Also haben wir versucht, so die karierte Flagge zu sehen."

Zwar hätte Vettel den Anschluss ans Feld durch die frühe Safety-Car-Phase nicht verloren, doch eine Aufholjagd von hinten wäre schwierig geworden - das weiß auch der Routinier: "Es ist nicht einfach hier zu überholen - auch wenn die Geraden lang sind. Das Problem ist es, dem Vordermann zu folgen."

Für den Rennsonntag sieht der Aston-Pilot aber noch nicht schwarz: "Der Speed war okay, das war gar nicht so schlecht. Ich war etwas überrascht, dass ich den Speed der Autos vor mir mitgehen konnte, obwohl ich wegen des Bremsplattens nichts gesehen habe." Zielsetzung von P11? "Ein paar Punkte mitnehmen", so Vettel.


Weitere Inhalte: