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Formel 1

Formel 1, Russell: Mercedes duldet keine Eskalation

George Russell muss sich in der Formel-1-Saison 2022 gegen Hamilton beweisen. Er sagt: Eine Eskalation wie 2014 mit Rosberg wird Mercedes nicht akzeptieren.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - George Russell wird die Formel-1-Saison 2022 für Mercedes in Angriff nehmen. Kann er den Weltmeister teamintern vom Thron stoßen? Russell geht davon aus, dass er auf Augenhöhe mit Hamilton kämpfen wird. Eines stellt er jedenfalls klar: Einen zweiten Krieg wie einst jenen zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton wird Mercedes nicht zulassen.

Russell: Mache mir keine Illusionen

Russell geht mit großen Ambitionen zum Weltmeister-Team. Der 23-Jährige behauptet mit Blick auf Hamilton: "Ich glaube an mich. Ich weiß aber auch wie hart es wird, denn Lewis ist aus einem Grund ein siebenfacher Weltmeister". Mit Hamilton in einem Team zu sein sieht der Noch-Williams-Fahrer als Chance an. "Ich bin die glücklichste Person auf der Welt, von jemandem wie ihm lernen zu dürfen", sagte Russell.

Russell blickt mit viel Ehrfurcht auf die Aufgabe, die ihm mit dem Serien-Champion ins Haus steht. "Es wird überhaupt nicht einfach. Ich mache mir keine Illusionen, wie hart das sein wird. Denn wir wissen alle wie gut Lewis ist. Er ist vielleicht der beste Fahrer aller Zeiten", so Russell.

Gleichzeitig vertraut der Brite, dass Mercedes ihm dieselben Möglichkeiten zur Verfügung stellt wie dem siebenfachen Titelträger. "Wir fahren definitiv unter den gleichen Bedingungen, das wurde mir ganz klar gemacht. Mercedes ist immer gut darin, beiden Fahrern dieselben Chancen zu bieten", behauptete er.

Keine Eskalation ala Rosberg

Zwei ambitionierte Fahrer, die dieselben Chancen haben und dann noch möglicherweise auf einem ähnlichen Level performen. Das gab es bei den Silberpfeilen bereits einmal. Zwischen Nico Rosberg und Hamilton in den Jahren 2014 bis 2016 endete das in einer erbitterten Rivalität, welche in mehreren teaminternen Kollisionen gipfelte.

Kann es ab 2022 noch einmal so kommen? Laut Russell nicht. Das sei eine der Grundvoraussetzungen bei der Fahrerpaarung. "Mercedes hat Erfahrungen mit dieser Dynamik im Team und es wurde absolut klar gemacht, dass sie das nicht wiederholen wollen. Das will ich persönlich auch nicht", teilte er mit.

"Durch meine Junior-Karriere lernte ich einige Fahrer kennen, bei denen es mit der Pace und auf der Strecke eng herging. Es gibt keinen Grund warum es zu einer Eskalation oder so kommen sollte", erwartet Russell. Er kündigte an: "Wir werden respektvoll racen, so wie Lewis und Valtteri in der Vergangenheit."

Lewis Hamilton und George Russell: Wie wird sich ihre Verhältnis als Teamkollegen verändern? - Foto: LAT Images

Einen Unterschied zum Duell zwischen Rosberg und dem Rekord-Weltmeister strich er heraus: "Wir befinden uns in verschiedenen Stadien unserer Karrieren. Das ändert die Dynamik" Außerdem sei aufgrund der neuen Regeln die Hauptaufgabe die Entwicklung des Boliden. "Da müssen wir eng zusammenarbeiten", schätzte Russell, "es gibt keine Garantie, wer das schnellste Auto haben wird.

Hamilton gratuliert Russell

Im Moment passt die Chemie zwischen den angehenden Mercedes-Piloten auf jeden Fall noch. Denn, wie der Mercedes-Neuzugang berichtete, beglückwünschte ihn sein Landsmann bereits: "Er hat mir gratuliert und meinte er freut sich für mich".

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