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Formel 1, Honda macht Verstappen Mut: Crash-Motor noch okay?

Honda macht Red Bull und Max Verstappen Mut: Die Power Unit könnte den Formel-1-Crash mit Lewis Hamilton in Silverstone überstanden haben. Test in Ungarn.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der heftige Einschlag von Max Verstappen in die Streckenbegrenzung nach dem Crash mit Lewis Hamilton in Silverstone sorgte bei Red Bull nicht nur für Ärger über den Mercedes-Fahrer und jede Menge verlorene Punkte im Kampf um die Formel-1-WM 2021, sondern auch große Sorgen um mögliche Spätfolgen.

Einerseits muss Red Bull durch die inzwischen auf sogar 1,5 Millionen Euro bezifferten Kosten für Reparaturen und Neuanfertigung von Teilen womöglich weitere Upgrades für den RB16B abschreiben - die 2021 neue Budgetobergrenze lässt grüßen.

Verstappen: Honda tauscht nach crash Motorenteile

Andererseits droht im weiteren Saisonverlauf auch noch eine Strafversetzung, sollte die Power Unit oder nur gewisse Komponenten des Antriebstrangs zu große Schäden genommen haben. Aktuell hat Verstappen zwei von drei gestatteten Aggregaten im Einsatz, bei Steuergeräten und Batterie befindet sich der Niederländer noch auf der Erstausführung, hier sind allerdings nur jeweils zwei Bauteile für die gesamte Formel-1-Saison erlaubt.

Sofort nach dem Rennen schickte Honda den Antriebsstrang deshalb zur gründlichen Analyse in seine Fabrik im japanischen Sakura. Am Mittwoch vor dem Großen Preis von Ungarn kommt nun das erste Feedback von den Japanern. Nach den gewissenhaften Checks habe man bereits manche Teile ersetzt, sofern von den Regularien gestattet. Auch Siegel der FIA seien dabei nicht gebrochen worden.

Honda testet Silverstone-Motor im Ungarn-Training

Nun wird die Power Unit direkt weitergeflogen - zum Hungaroring. Dort will Honda die Power Unit im Freien Training auf der Strecke auf Herz und Nieren testen. "Danach sollten wir ein klareres Bild haben, ob dieser Motor noch als Rennmotor dienen kann", sagt ein Honda-Sprecher.

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Angesichts der Schwere des Einschlags in Silverstone - mit 51G - sind das zunächst einmal positive Nachrichten für Red Bull Racing. Immerhin Hoffnung, kein klares Abschreiben der Power Unit nötig. Echte Erleichterung wird es allerdings frühestens am Freitag geben, sollten die Ingenieure keinerlei Auffälligkeiten feststellen können.


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