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Formel 1

Nikita Mazepin verzweifelt an Formel 1: Bin ziemlich verloren

Nikita Mazepin gesteht selbstkritisch: Bei der Formel-1-Setuparbeit fühlt er sich überfordert. Die Lösung: Der Haas-Pilot muss die Schulbank drücken.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Nikita Mazepin hatte bisher in dieser Formel-1-Saison gegen Haas-Teamkollege Mick Schumacher und das restliche Fahrerfeld wenig zu lachen. Der Russe hat bereits einen Anhaltspunkt gefunden, an dem er sich verbessern muss: Die Kommunikation mit seinen Ingenieuren.

Mazepin: Wir sprechen eine andere Sprache

Am Freitag des Grand Prix von Österreich gestand der Formel-2-Aufsteiger, dass er technisch noch nicht ganz mit der Herausforderung Formel 1 zurechtkommt. "Das Problem mit den Setups ist, dass sie für mich nicht wirklich Sinn machen, was das Feedback angeht. Deshalb bin ich in dieser Hinsicht ziemlich verloren."

Als Beispiel dafür nennt Mazepin die aerodynamische Balance. "In den Nachwuchskategorien bedeutet mehr Aero-Balance mehr Übersteuern, in der Formel 1 nicht", erklärte der Haas-Pilot. Die Aerodynamik von Formel-1-Boliden ist deutlich komplexer als jene in der Formel 2. Dort, so Mazepin, konnte er sich deshalb einfacher mit dem Teampersonal verständigen und hatte die Möglichkeit sich auf das Fahren zu konzentrieren. "Ich bin immer mit der Einstellung reingegangen, dass der Fahrer seinen Job macht und die Ingenieure ihren", erklärte Mazepin, "aber im Moment sprechen wir ein bisschen eine andere Sprache."

Mazepin selbstkritisch: Nicht sehr vielversprechend

Um dieses Problem zu beheben will der Formel-1-Rookie die Schulbank drücken und sich besser mit dem Fahrzeug-Setup vertraut zu machen. Mazepin kündigte an: "Wahrscheinlich brauche ich ein bisschen Ingenieursunterricht", und erklärte, "ich werde noch ein paar Details lernen, damit ich dem Team besser mitteilen kann, wie sie das Auto besser machen können. Denn so wie es im Moment funktioniert, ist es nicht sehr vielversprechend."

In seiner ersten Formel-1-Saison hat Mazepin aber zusätzlich noch mit einem Problem zu kämpfen. Am Rande des Großen Preises von Österreich machte er publik, dass er mit einem älteren und deshalb schwereren Chassis unterwegs ist, als Teamkollege Mick Schumacher. Ein Nachteil: Denn in einem Sport wie der Formel 1 bedeutet jedes Gramm Übergewicht automatisch auch Zeitverlust.


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