Motorsport-Magazin.com Plus
Formel 1

Formel 1, Russell fordert Revanche: Punkte in Österreich?

George Russell erlebte einen bitteren Steiermark GP. An diesem Formel-1-Wochenende soll es aber anders kommen. Russells erste Williams Punkte sind das Ziel.
von Samuel Marton

Motorsport-Magazin.com - George Russell musste beim Großen Preis der Steiermark einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Aufgrund eines Pneumatik-Lecks musste der Brite das Rennen in aussichtsreicher aufgeben. Dabei sah Russel bereits das gesamte Wochenende stark aus. Die heißt ersehnten ersten Williams-Punkte bleiben ein weiteres Mal aus.

Russell möchte seinen Kopf aber nicht hängen lassen. Die Streckencharakteristik und Bedingungen in Spielberg passen offensichtlich gut zu Williams. Der Brite nimmt an diesem Rennwochenende daher erneut Punkte ins Visier. Das soll auch ohne Regen möglich sein.

Williams visiert erneut Punkte an

Bei Williams geht es langsam aufwärts. Bereits in Frankreich konnte Russell durch eine gute Leistung überzeugen. Beim Steiermark GP ging es ähnlich weiter und Russell scheiterte letztlich nur aufgrund technischer Probleme an den ersten Punkten mit Williams.

Die plötzlich aufsteigende Form kommt aber nicht unbedingt überraschend, hält Russell fest: "Wir hatten aus unterschiedlichen Gründen bisher zwei gute Wochenenden. In Frankreich haben wir mit den Reifen einen guten Job gemacht. Auf einer Strecke, auf der es schwierig, die Reifen unter kühleren Bedingungen zu managen. Letzte Woche war es sehr ruhig. Unser Auto reagiert sehr sensibel auf Wind. Daher hat uns das in die Karten gespielt."

Daher bleibt unklar, inwiefern der britische Rennstall derartige Leistungen auch auf anderen Strecken abrufen kann. Aus diesem Grund möchte Russell das zweite Spielberg-Wochenende nutzen, um die in der letzten Woche verpasste Chance nachzuholen: „Auf normalen Strecke, wo es windiger wird, werden wir die wirkliche Pace des Autos sehen. Bis dahin werden wir versuchen, das Beste herauszuholen und dieses Wochenende ein paar Punkte zu sammeln.

George Russell: Formel 1 ist manchmal ein brutaler Sport

In Bezug auf das letztwöchige Pneumatik-Leck erklärt Russell zudem, dass bis zum ersten Stopp nichts von den Problemen seines FW43B wusste. „Von meiner Seite habe ich es bis zum 20-Sekunden-Stopp gar nicht bemerkt. Es hat weder das Fahren noch irgendwas anderes beeinflusst. Es hätte erst dann einen Einfluss gehabt, wenn ein Limit überschritten worden wäre und sich das Auto einfach abgeschaltet hätte."

Der Brite zeigt sich aber immer noch erstaunt darüber, wie viel Pech er beim vergangenen Rennen hatte. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass Russell in aussichtsreichen Positionen ausschied: "Es ist in den letzten Jahren, wo wir immer letzter wurden, nie aufgetreten. Und dann passiert es beim einen Mal, wo auf dem Kurs eines guten Resultats waren. Es ist wirklich schade. Das ist aber die Formel 1 - manchmal ein echt brutaler Sport."

Russell war beim Steiermark GP lange Zeit auf Punkte-Kurs - Foto: LAT Images

Hoffen auf Regen? Russell wünscht sich normales Wochenende

Wie bereits am letzten Wochenende in Spielberg gibt es auch an diesem Sonntag wieder die Chance auf Regen. Bedingungen, auf die Williams vor allem in der Vergangenheit immer wieder gehofft hat. In Hinblick auf das zweite Rennen in Österreich könnte sich Russell aber auch einen Grand Prix ohne Regen vorstellen.

Wir haben zuletzt ein paar gute Rennen gehabt und es würde sich einfach gut anfühlen, es einfach wirklich verdient zu haben. Wenn wir Probleme mit der Pace haben, dann nehmen wir alles, das uns helfen könnte. Es war letztes Wochenende so befriedigend aufgrund purer Pace auf den Positionen zu fahren. Ich wäre aber auch nicht gegen Regen", so der Brite.


Weitere Inhalte: