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Formel 1

Perez ärgert verlorener Reifensatz: Trotzdem beste Strategie

Sergio Perez startet beim Formel-1-Rennen in Spielberg als einziger Top-Team-Fahrer auf dem Soft-Reifen. Red-Bull-Pilot gibt an: Das war gewollt.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Das Qualifying bleibt auch beim Steiermark GP die Achillesferse von Sergio Perez. Während der Mexikaner Red Bull im Rennen inzwischen gute Dienste erweisen kann, hapert es noch auf eine Runde. Beim ersten Heimspiel in Österreich stellte er den Red Bull auf Startplatz fünf, darf aber von Platz vier aus ins Rennen gehen, weil Valtteri Bottas noch eine Strafe erhält.

"Im ersten Run im Q1 war das Auto nirgendwo. Dass ich deshalb zwei Sätze Reifen gebraucht habe, hat mein ganze Qualifying beeinträchtigt", klagte Perez. Weil sein erster Versuch nicht gut genug war, musste er noch einen zweiten Reifensatz anbrechen. "Dadurch hatte ich im Q3 nur noch einen Satz", so Perez.

Formel 1 Spielberg: Perez in Q3 mit gebrauchten Softs

Immerhin: Nachdem der erste Q1-Versuch in die Hose ging, bekamen Team und Fahrer die Probleme schnell in den Griff. Unter Parc-ferme-Bedingungen blieben nicht viele Möglichkeiten: Kleinere Änderungen bei der Aero-Balance und bei der Reifen-Vorbereitung brachten schließlich den gewünschten Erfolg.

Trotzdem befand ich Perez im Q3 im Hintertreffen. Den ersten Versuch musste er auf gebrauchten Reifen absolvieren. Der zweite Schuss saß dann nicht perfekt. Wegen Verkehr auf der Outlap konnte er seine Reifen nicht richtig vorbereiten. "Ich war eher auf der kühlen Seite und hatte deshalb in Kurve eins einen großen Fehler", ärgert er sich.

Perez: Muss schnell vorbei an Norris

"Das hat mich schon anderthalb Zehntel gekostet. Sonst wäre ich auf Platz zwei", rechnet Perez vor. So ist es 'nur' Startplatz vier, weil sich auch noch Lando Norris vor ihn schob. Das Ziel ist klar: "Ich muss ihn so schnell wie möglich überholen, damit wir schnell genug an der Führungsgruppe dran sind."

Im Gegensatz zu Max Verstappen und Lewis Hamilton startet Perez nicht auf den Medium-Reifen. Red Bull entschied sich beim Reifenflüsterer im Feld für die weiche Mischung. "Das war beabsichtigt", erklärt Perez. "Es erfordert viel Reifenmanagement, aber wenn es man es schafft, ist es die schnellste Variante."


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