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Formel 1

Formel 1, Alonso von Altersfrage genervt: Verweis auf Hamilton

Fernando Alonso gibt am Sonntag in Bahrain mit 39 Jahren sein Comeback. Schlechte Karten für Erfolgsaussichten? Der Alpine-Pilot widerspricht: Nicht so alt.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Fernando Alonso ist in der Formel 1 2021 der zweitälteste Fahrer im Feld. In Diensten von Alpine gibt er am Sonntag in Bahrain beim ersten Rennen des Kalenders im Alter von 39 Jahren sein Comeback. Nach zwei Jahren Auszeit erwarten Fans und Experten die Rückkehr des Spaniers mit Spannung. Wird er in der Lage sein, an seine Leistungen aus 2018 anzuknüpfen? Für Alonso ist zumindest eines klar: das Alter wird ihn nicht davon abhalten.

"Die Frage nach meinem Alter und dem Comeback wird mir andauernd gestellt. Das überrascht mich ein wenig, denn ich bin nicht so alt", reagiert Alonso bei der Pressekonferenz am Donnerstag etwas gelangweilt auf die Thematisierung seines Alters. Am 29. Juli feiert er seinen nächsten Runden Geburtstag - und ist damit immer noch ein Jahr jünger als Michael Schumacher bei seinem Comeback 2010.

Der Rekordweltmeister trat 2006 nach einem letzten harten WM-Kampf gegen Alonso ab. Bei seiner Rückkehr mit Mercedes gelang es ihm nicht, an die Top-Form seiner ersten Laufbahn in der Königsklasse anzuknüpfen. Für Alonso reicht ein Blick auf Lewis Hamilton als Beweis dafür, dass das Alter nicht die entscheidende Rolle spielt.

"Der Weltmeister, der Typ der den Sport dominiert, ist 36. Es ist ja nicht so, dass ich 20 Jahre älter bin und man mir deshalb immer wieder diese Frage stellen muss", so Alonso. Ende 2018 trat er ab, nachdem er in einem unterlegenen McLaren 50 WM-Punkte geholt und Teamkollege Stoffel Vandoorne zu Null besiegt hatte.

Ohne Garantien für Rückkehr des alten Alonso

Die Erwartungshaltung an ihn ist dementsprechend hoch. "Es gibt keine Garantien", wiegelt er ab. "Alles, was du hast, ist dein Selbstvertrauen, mit dem du versuchst das zu erreichen, was das Team von dir erwartet. Es gibt keine Garantien, dass ich so wie 2018 sein werde. Aber ich hoffe es."

Wie einige andere Piloten im Feld erwartet er auch bei sich eine gewisse Eingewöhnungszeit. "Es braucht immer Zeit und ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Ich denke, das ist für viele Fahrer hier. Manche haben das Team gewechselt, andere müssen sich an die neuen Aero-Regeln oder die Reifen gewöhnen", sagt er. "Du fühlst dich nach vier, fünf oder sechs Rennen immer besser. Für mich ist das nicht anders."

Um auf dem Level der Formel 1 auch 20 Jahre nach seinem Debüt noch mithalten zu können, hat er früh genug damit begonnen, sich mit den Details zu befassen: "Als ich mich entschied, zurückzukommen, habe ich mich nicht nur auf die physische, sondern auch auf die technische Vorbereitung fokussiert, indem ich die zweite Jahreshälfte der letzten Saison mit dem Team verbracht habe. Einfach um mit der F1 auf Augenhöhe zu kommen, denn die Serie ist etwas technischer als andere."

Keine Deadline für dritten WM-Titel

Das ultimative Ziel ist der dritte WM-Titel. Auch wenn das Alter im Moment noch keine Rolle spielt, langfristig wird Alonso angesichts Rookies die 20 Jahre jünger sind die schlechteren Karten haben, was die Fortsetzung der Karriere angeht. Bis wann das Projekt erfolgreich sein muss, will er jedoch nicht planen.

"In der Formel 1 oder im Sport generell, gibt es keine solche Mathematik, mit der du Dinge im Voraus planen kannst", sagt er. "Du versuchst nur, so viel Spaß wie möglich zu haben und deine Reise so gut wie möglich zu genießen, während du hart arbeitest, um die Resultate und Träume zu erreichen, die du im Kopf hast."


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