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Formel 1

Formel 1 mit Notfallplan: Bahrain-Double statt Portugal GP

Die Coronapandemie trifft Portugal mit voller Wucht. Ein Formel-1-Rennen scheint derzeit undenkbar. Ein Notfallplan sieht zwei GPs in Bahrain vor.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Der Formel-1-Rennkalender 2021 ist Work in Progress. Nach dem ursprünglich veröffentlichten Kalender haben FIA und Liberty Media bereits eine überarbeitete Version mit verschobenem Saisonstart und vorerst abgesagtem China GP veröffentlicht. Doch auch dabei wird es sich höchstwahrscheinlich nicht um die finale Version handeln.

Ursprünglich sollte am 25. April der Vietnam GP stattfinden. Doch Corona-unabhängige Probleme vor Ort lassen das Formel-1-Debüt wohl auf ewig platzen. Inzwischen wurde der Slot im Kalender mit offiziell unbekanntem Austragungsort eine Woche nach hinten verschoben.

Inoffiziell sind die Pläne aber längst klar: Die Formel 1 will eigentlich am 02. Mai in Portimao fahren, ehe es eine Woche später zum Spanien GP nach Barcelona geht. Portugal, das von der Coronapandemie lange zeit weitestgehend verschont blieb, hat 2021 aber umso härter mit dem Virus zu kämpfen.

Kaum ein Land weltweit ist derzeit so stark von der Pandemie betroffen wie Portugal. Fast die Hälfte aller bisherigen Corona-Toten Portugals wurden im Januar registriert. Unter den aktuellen Umständen ist ein Grand Prix in Portimao undenkbar.

2x Bahrain, Imola nach hinten?

Deshalb gibt es bei der Formel 1 - obwohl das Rennen noch nicht einmal offiziell kommuniziert wurde - bereits Notfallpläne. Zwar ist bis zum geplanten Datum noch eine Weile hin, Alternativen müssten aber rechtzeitig in die Wege geleitet werden.

Der Notfallplan sieht - wie schon in der vergangenen Saison - zwei Rennen in Bahrain vor. Der Saisonstart bliebe auf dem angestammten Platz am 28. März. Eine Woche später könnte dann der zweite GP an gleicher Stelle stattfinden. Der soll dann, wie auch 2020, auf dem äußeren Kurs der Wüstenstrecke stattfinden.

Imola könnte infolgedessen um eine Woche nach hinten verschoben werden. Die Formel 1 wollte die Notfallpläne nicht kommentieren.


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