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Formel 1

Formel 1 Bahrain, Albon-Aus in Q2: Strategie schuld

Alexander Albon erlebt im Qualifying zum Sakhir GP ein Debakel. Der Thailänder auf Red Bulls Schleudersitz scheidet im Q2 aus. Strategie soll schuld sein.
von Christian Menath

Max Verstappen hält auch auf dem kurzen Bahrain-Kurs die Red-Bull-Fahnen hoch. Der 23-Jährige verpasste die Pole Position lediglich um 0,056 Sekunden und startet beim Sakhir GP direkt hinter den beiden Mercedes von Rang drei. "Das ist auf dem Kurs doch nicht schlecht", sagte Verstappen angesichts des hohen Vollgas-Anteils.

Noch vor einer Woche startete Teamkollege Alexander Albon direkt hinter seinem Teamkollegen von Rang vier und konnte ihm zumindest in der Theorie Schützenhilfe geben. Diesmal erlebte der Thailänder im Qualifying ein kleines Debakel.

Den Einzug ins Q2 erzitterte er sich auf Rang 15, wenige Minuten später hatte er dann aber final Feierabend. Albon qualifizierte sich lediglich auf Rang zwölf. Wie zuletzt so häufig, spielte der 24-Jährige auch die nächste Schlappe herunter: "Es gibt noch immer den Sonntag. Am Samstag gibt es keine Punkte. Ich war zuvor schon in solch einer Position und hatte danach gute Rennen."

Soft-Reifen ändert Balance am Red Bull

Albon liefert aber eine Erklärung für sein schlechtes Abschneiden. "Ich bin im 3. Freien Training die Soft-Reifen nicht gefahren, das war schuld daran, dass ich keine gute Balance hatte", begründete er. "Wir wollten uns Reifen für die Qualifikation aufsparen, damit es da leichter wird."

Der Plan ging nach hinten los. "Denn ich hatte im 3. Training eine ganz ordentliche Balance auf dem harten Reifen", so Albon. Deshalb sah man bei Red Bull nicht die Notwendigkeit, einen Satz der Soft-Reifen zu opfern. Ein Trugschluss. Stattdessen fuhr Albon als einziger Pilot in den finalen Minuten der Qualifying-Generalprobe auf Medium.

Als Albon dann im Qualifying die Soft-Reifen aufschnallte, kam das böse Erwachen: "Die Balance hat nicht mehr gepasst. Durch den Soft habe ich vor allem Grip an der Vorderachse bekommen. Das konnten wir dann nicht mehr korrigieren. Es lag hauptsächlich am 3. Training."

Red Bull Teamchef Horner: Frustrierend

Kritik gibt es von Teamchef Christian Horner: "Es ist frustrierend, Alex nicht im Q3 zu haben. Aber die kleinen Abstände auf so einem kurzen Kurs sorgen dafür, dass dich der kleinste Fehler eine Menge kosten kann. Das Team wird ihm dabei helfen, zu verstehen, was heute passiert ist."

Der Thailänder hofft nun auf die Rennpace. "Am Freitag waren wir sehr stark in den Longruns und wir haben auch etwas mehr Flügel draufgepackt. Das sollte uns dabei helfen, die Reifen am Leben zu halten", so der WM-Neunte. Tatsächlich war auch Albon am Freitag überraschend stark im Renntrimm.


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