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Formel 1

Formel 1, Ferrari bestätigt: Sebastian Vettel mit neuem Chassis

Sebastian Vettel erhält für das F1-Rennen in Barcelona ein neues Chassis. Ferrari fand vor dem Spanien GP einen Fehler. Performance nicht beeinträchtigt.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel sucht nach zwei enttäuschenden Formel-1-Rennen in Silverstone einen Weg aus der Krise. Ferrari bestätigte für den kommenden Grand Prix in Barcelona nun ein neues Chassis für den viermaligen Weltmeister. Der Wechsel erfolgt nach Feststellung eines Fehlers an Vettels SF1000, der laut des Teams allerdings keinen Einfluss auf die Performance hatte.

"Es wird am SF1000 keine speziellen Updates geben, jedoch erhält Sebastian ein neues Chassis. Wir haben in der Analyse nach Silverstone einen kleinen Fehler gefunden, der durch einen heftigen Schlag eines Kerbs herbeigeführt wurde", so Simone Resta, Leiter der Chassis-Abteilung in Maranello.

Vettel war nach einem Aufwärtstrend in Ungarn an beiden Wochenenden auf dem Silverstone Circuit nicht konkurrenzfähig und fuhr lediglich einen WM-Punkt ein. Teamkollege Charles Leclerc stockte das Punktekonto der Scuderia mit den Plätzen drei und vier um 27 Zähler auf. Im Qualifying lag Vettel jeweils deutlich über eine halbe Sekunde hinter dem Monegassen zurück.

Der Frust entlud sich beim zweiten Rennen in Großbritannien, als Vettel sein Team aufgrund einer strategischen Entscheidung scharf kritisierte. Ferrari-Teamchef Mattia Binotto stellte nach dem Grand Prix bereits den Einsatz eines neuen Chassis für den 33-Jährigen in Aussicht, welcher für Spanien nun vollzogen wird.

Ferrari wechselt Vettels Chassis nicht aus Performance-Gründen

Dieser Schritt sei allerdings reine Routine, denn ein Zusammenhang zwischen dem Schaden und Vettels Abschneiden konnten die Ingenieure der Scuderia nicht herstellen. "Es wird kaum einen Einfluss auf die Performance gehabt haben, aber es war logisch, diese Entscheidung zu treffen", erklärt Resta.

Nebst der andauernden Problemsuche auf Vettels Seite der Garage erwartet Ferrari bei der Rückkehr nach Barcelona wieder härtere Zeiten. "So wie die Testfahrten hier im Februar liefen, wird es kein einfaches Wochenende", so der leitende Ingenieur weiter. "Aber wir haben in den vergangenen Rennen hart daran gearbeitet, die Performance unseres Autos zu verbessern und sein Potential auszuschöpfen."

Beim Jubiläums GP zum 70. Geburtstag der Formel 1 war das Reifenmanagement für Leclerc der Schlüssel zum Erfolg. Angesichts der für Barcelona vorhergesagten sommerlichen Bedingungen hofft Resta darauf, erneut Kapital aus dem Wetter schlagen zu können: "Wir erwarten Asphalttemperaturen von deutlich über 40 Grad Celsius. Das wird ein entscheidender Faktor, was das Verhalten der Reifen angeht."


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