Formel 1

Formel 1 virtuell: Gaming- und Sim-Empfehlungen für die Pause

Es heißt weiter warten auf den Formel-1-Saisonstart. Also die beste Gelegenheit, um in die virtuelle F1-Welt einzutauchen. MSM empfiehlt Gaming-Highlights.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 selbst fährt nicht, aber viele F1-Piloten sind weiter unterwegs. Wie Max Verstappen oder Lando Norris, die jetzt vollauf mit dem virtuellen Simracing beschäftigt sind. So oder so ist die Pause für alle die ideale Gelegenheit nicht nur für die Fahrer, sondern auch für euch als F1-Fans, um tiefer in die virtuelle Welt der Formel 1 einzutauchen.

Optionen gibt es jedenfalls genug. Motorsport-Magazin.com fasst für euch die virtuellen F1-Ersatzmöglichkeiten zusammen.

Der Einstieg in die virtuelle Formel-1-Welt

F1 2019 (PC, Playstation, Xbox): Wer die komplette Formel-1-Experience mit allen Fahrern, Autos und Strecken sucht, für den gibt es aktuell nur eine Option, nämlich das jährliche, offiziell von der F1 lizensierte Videospiel. In der aktuellen 2019er-Ausgabe sind alle Features, die die Formel 1 auszeichnen, enthalten: akkurate Wochenend-Formate, Rennstrategien, Power-Unit-Management und so weiter. F1 2019 gelingt ein passabler Spagat zwischen einer Simulation und einem für alle leicht zugänglichen Videospiel, für das auch ein Gamepad reicht. Am absoluten Realismus-Anschlag befindet man sich hier aber nicht.

Konsolen-Alternativen: Da die Entwickler von F1 2019 die Exklusiv-Lizenz der Formel 1 besitzen, fallen die Alternativen sehr dürftig aus. Der Playstation-Platzhirsch Gran Turismo Sport bietet aber mit dem 2017er-Mercedes W08 zumindest ein semi-aktuelles Auto.

Im Xbox-Gegenpart Forza Motorsport 7 gibt es mit dem Renault R.S.17 ebenfalls ein Auto des Jahres 2017. Fans klassischer Modelle finden noch etwas mehr aus den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern, unter anderem von Ferrari, Honda, McLaren und Renault. Außerdem einige sonst in Videospielen seltene Vorkriegs-Formelautos von Mercedes, Auto Union und Alfa Romeo.

Für beide Spiele gilt jedoch: Die F1-Autos sind nur ein kleiner Teil eines viel größeren Gesamt-Pakets. Wer ein tiefgreifendes F1-Erlebnis mit Strecken, authentischen Fahrsystemen, Renn-Strategien und dergleichen sucht, wird hier nicht fündig.

Die Simracing-Ecke der Formel 1

Assetto Corsa (PC, Playstation, Xbox): Über eine Partnerschaft mit Ferrari gibt es mehrere Formel-1-Autos (als Zusatzinhalte, für Neukunden als Teil der 'Ultimate Edition', sonst als Teil des 'Ferrari 70th Anniversary Pack'). Ferraris von 2017, 2004 und 1967 sind dabei. Im Spiel inkludiert sind außerdem Lotus-Modelle von 1967 und 1986. Wer mehr will, kann im Internet Modifikationen Dritter herunterladen, aber nur für die PC-Version. Unter den (kostenpflichtigen) inoffiziellen Mods von 'Race Sim Studio' beispielsweise finden sich ein fiktives 2019er- und sogar ein 2022er-Konzept.

Was die Simulation der Autos angeht, spielt Assetto Corsa jedenfalls auf einem hohen Level, und ist für Anfänger ohne Lenkrad nicht mehr so leicht zugänglich. Was außerdem fehlt, sind Wetter und viele Strecken, obwohl letztere ebenfalls durch Mods ergänzt werden können.

Wer Assetto Corsa besitzt und Lust hat, sich abseits der Formel 1 etwas zu betätigen, der kann einen Blick auf den von Motorsport-Magazin.com unterstützten Online-Cup mit BMW 235i Cup-Fahrzeugen werfen:

rFactor 2 (PC): Das aktuell für das regelmäßig ausgetragene 'All-Star Battle' verwendete Spiel steht als Simulation der Konkurrenz um nichts nach, bietet zusätzlich ein Wetter-Modell mit Regen. Was dafür fehlt, sind aktuelle F1-Autos und viele Strecken. Lediglich klassische McLaren-Modelle aus den 70ern und 90ern sind enthalten, sowie ein fiktives, vom 2010er-Reglement inspiriertes Modell. Die Strecken-Auswahl ist ähnlich dünn. Wer mehr will, muss sich zwingend online auf die Suche nach inoffiziellen Modifikationen machen.

Weitere PC-Sim-Alternativen: Wer sich vor allem mit echten Fahrern in Online-Duellen messen möchte, dem bleibt immer iRacing, mit dem McLaren der Saison 2015. iRacing verlangt allerdings eine fast professionelle Herangehensweise. Es handelt sich um einen monatlichen Abo-Dienst, und für Strecken und Autos muss noch einmal zusätzlich bezahlt werden. Offline-Rennen sind nur sehr eingeschränkt möglich. Und um in den großen Online-Serien starten zu dürfen, muss man sich erst in kleineren Serien eine angemessene Reputation erarbeiten.

Für PC-Spieler gibt es außerdem mit Automobilista eine nette kleine Sim-Alternative, auch mit fiktiven F1-Autos der 1980er, 1990er und 2010er. Das Handling braucht sich vor der größeren Konkurrenz nicht verstecken, nur an offiziellen Strecken und Automodellen fehlt es.

Formel-1-Klassiker aus dem Schrank

Zum Abschluss kann auch jeder, der vor 20 oder mehr Jahren mal F1-Spiele für den PC erworben hat, in den Schrank, Keller oder wo auch immer nachschauen - denn einige dieser Spiele haben überraschend aktive Online-Gemeinden. Das 1998 erschienene, die Formel-1-Saison 1967 simulierende Grand Prix Legends erhält von Fans noch immer Mods mit klassischen Fahrzeugen, wie auch das offenbar unsterbliche F1 Challenge 99-02. Und wer wirklich verrückt ist, kann sich ein 2019er-Update zum 1996-Klassiker Grand Prix 2 herunterladen.


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