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Formel 1

Formel 1 heute vor 4 Jahren: Alonsos Monster-Crash in Melbourne

Die Formel 1 lässt 2020 wegen des Coronavirus auf sich warten. MSM wälzt daher die Geschichtsbücher. Heute: Alonso fliegt, Haas punktet, Palmer debütiert.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 fliegt 2020 auf absehbare Zeit nirgendwo mehr hin, aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind mindestens bis Juni alle Rennen abgesagt. Motorsport-Magazin.com hat dafür als Ersatz beim täglichen Durchackern der F1-Geschichte eine legendäre Flugeinlage ausgegraben. Das und mehr - ein Blick zurück in die 70-jährige Formel-1-Geschichte. Heute: 20. März.

Formel 1 heute vor vier Jahren: Fernando Alonsos Flug-Crash

Für die Flugeinlage verantwortlich zeigt sich das vermeintliche Dream Team der neuen Turbo-Hybrid-Ära, McLaren plus Honda plus Alonso. Zwar begann auch das zweite Jahr weit abseits der Spitze, doch ein Fernando Alonso fand schon immer Wege, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenngleich er auf diese Runde 18 in Melbourne sicher gerne verzichtet hätte.

Im Duell mit dem Haas von Esteban Gutierrez will Alonso vor Kurve drei aus dem Windschatten ausscheren. "Ich habe den Windschatten so lange genutzt wie ich konnte", resümiert Alonso, ein notorischer Spät-Ausscherer. "Bis zum Bremspunkt." Auch Gutierrez zuckt leicht, es folgt Kontakt bei 305 km/h, Alonsos Vorderrad gegen Gutierrez' Hinterrad. Der McLaren steigt auf, fliegt ins Kies, gräbt sich ein, beginnt die erste Rolle.

"Es war ein gruseliger Crash", so Alonso. "Du siehst den Himmel, den Boden, den Himmel, du willst, dass es aufhört ..." Irgendwann war dann die Wand da, dann war Schluss. Alonso konnte zwar schnell aussteigen ("Ich sah eine kleine Lücke und wollte gleich raus - meine Mama schaut ja zu und ich wollte zeigen, dass ich okay bin"), später wurden jedoch gebrochene Rippen und eine Lungenverletzung festgestellt. Das nächste Rennen musste er aussitzen.

Fernando Alonso klettert aus dem zerstörten McLaren - Foto: Sutton

Palmer, Wehrlein, Haryanto, erste Haas-Punkte

Abgesehen davon passierte im Rennen von 2016 noch so einiges. An der Spitze schien Ferrari kurz mal konkurrenzfähig, bevor Mercedes dann doch das übliche 1-2 feierte. Im Mittelfeld gab es drei legendäre Debüts: Der amtierende DTM-Meister Pascal Wehrlein trat erstmals in der Formel 1 an. Auch Rio Haryanto war neu, er kam mit viel Geld und 500.000 Twitter-Followern (damals ein F1-Spitzenwert!). Das war es aber auch, das Geld reichte für zwölf Rennen, dann war er wieder weg. In Australien wurde Wehrlein Letzter, Haryanto fiel aus.

Noch einer debütierte, nämlich Jolyon Palmer. "Der beste Überholer seit Lewis Hamilton", das sollte er sein. In Australien wurde aus dem Überholer der Überholte, die Toro-Rosso-Youngster Max Verstappen und Carlos Sainz kickten ihn kurz vor Schluss aus den Punkten, für Palmer der Start von zwei unscheinbaren F1-Jahren. Ebenfalls in den Punkten übrigens: Romain Grosjean beim Debüt von Haas F1.

Die Toro Rossos konnte Jolyon Palmer nicht hinter sich halten - Foto: Sutton

Formel 1 heute vor 15 Jahren: Toyota findet endlich das Podium

Am 20. März 2005 gab es in Malaysia noch das allererste Podium von Toyota in der Formel 1, ein zweiter Platz von Jarno Trulli hinter einem dominanten Fernando Alonso. Schwache drei Jahre hatte es gedauert, bis der Automobil-Gigant den Weg aufs Treppchen fand. Noch enttäuschender: Als sie 2009 den Stecker zogen, war die Anzahl gerade einmal auf 13 angewachsen.


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