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Formel 1, Renault erklärt Statement: Sind nicht gegen Ferrari

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul erklärt das Statement von sieben Formel-1-Teams zur Einigung von FIA und Ferrari. Gegen Ferrari gehe es gar nicht.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die ersten Reaktionen der Beteiligten zum Eklat rund um die Einigung zwischen FIA und Ferrari zur Power Unit der Scuderia aus der Formel-1-Saison 2019 laufen allmählich ein. Noch vor den im Rahmen des Saisonstarts in Melbourne in großer Vielfalt erwarteten Meinungen, äußerte sich nun bereits der Teamchef eines der sieben Teams, die in einem gemeinsamen Statement Antworten von der FIA verlangen.

„Wir sind nicht gegen Ferrari“, betonte Renault-Teamchef Cyril Abiteboul am Sonntagabend im französischen Fernsehen bei Canal+ vorweg. Worum geht es dann? „Wir alle wollen vollständig verstehen, wie die Nuancen des Sports, in dem wir tätig sind, funktionieren“, erklärte der Franzose stellvertretend für die sieben dem Wortlaut nach „schockierten“ Teams.

Aus dem ursprünglichen Statement der FIA zur Einigung zwischen dem Verband und Ferrari gehe effektiv hervor, dass die Legalität Ferraris in gewisser Weise in Frage stehe, so Abiteboul - gerade nach den bereits in 2019 lange Zeit bestehenden Verdachtsmomenten. Deshalb gehe es den sieben Teams neben des genauen Zustandekommens des Deals zwischen FIA und Ferrari noch um einen zweiten Aspekt.

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„Wir möchten wissen, um was es sich aus technischer Sicht genau handelt, ganz einfach, um uns zu vergewissern, dass wir nicht dasselbe machen - und um zu wissen, welche Regulierung zu dieser Vereinbarung geführt hat“, schilderte der Direktor von Renault Sport F1.

Nach der Antwort der FIA auf die gemeinsame Stellungnahme der sieben Teams glaube man nun zu verstehen, wie es zu der Einigung kommen konnte, so Abiteboul. Doch offene Fragen gebe es noch immer. Abiteboul: „Was beinhaltet diese Übereinkunft? Was ist per Definition eine Transaktion? Und was sind deren Bedingungen? Wir würden uns alle sehr viel wohler fühlen, wenn dieser Geschichte einmal auf den Grund gegangen sind.“

Im Jahr 2020 sei es einfach an der Zeit, eine gewisse Transparenz verlangen zu können, wie genau die Regulierung funktioniere. „Und dies ist letztlich, was wir gerade fordern“, so Abiteboul. Das letzte Wort in der Angelegenheit ist also mitnichten gesprochen - auch nicht durch eine Reaktion des Motorsportweltrats. Der WMSC hatte der FIA ein korrektes Verhalten bescheinigt. Erwartet wird nun ein Meeting der sieben Teams im Rahmen des Australien GP, um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen.

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