Formel 1

Williams: Das F1-Schlusslicht und die schnellen Boxenstopps

Während es für Williams auf der Rennstrecke nicht rund läuft, ist das Team im DHL Fastest Pit Stop Award momentan das Maß der Dinge.
von Philipp Schajer

Motorsport-Magazin.com - Williams erlebt aktuell schwere Zeiten. Nach acht Saisonrennen steht für den Traditionsrennstall, der sieben Mal den Formel-1-Weltmeister stellte und neun Mal den Konstrukteurs-Titel gewann, noch kein einziger Punkt zu Buche.

Während es sportlich überhaupt nicht läuft, ist Williams hingegen in einer anderen Wertung spitze: Das Team hat momentan die Führung im DHL Fastest Pit Stop Award inne und überzeugte zuletzt mit überragend schnellen Reifenwechseln.

In Monaco wurde Robert Kubica in 2.07 Sekunden abgefertigt, ehe beim Kanada GP ein Boxenstopp in 2.00 Sekunden folgte. Doch damit nicht genug. Zuletzt in Frankreich steigerte sich die Williams-Crew noch einmal und absolvierte einen Reifenwechsel in unglaublichen 1.97 Sekunden.

Damit ist der Weltrekord nicht mehr weit entfernt. Dieser liegt bei 1.92 Sekunden und wurde 2016 beim Rennen in Baku aufgestellt. Ebenfalls von Williams, das in diesem Jahr auch den DHL Fastest Pit Stop Award gewann und nun auf gutem Wege ist, diesen Erfolg 2019 zu wiederholen.

George Russell lobt die Boxencrew

"Ein Formel-1-Team ist großes Unternehmen, und jede Person, die an die Rennstrecke kommt, gibt ihr Maximum - egal, ob man um den ersten oder letzten Platz kämpft. Die Mechaniker haben trotzdem die Motivation zu zeigen, dass sie die Besten im Grid sind", betont George Russell. "Es ist wichtig zu zeigen, dass wir kein Haufen Idioten sind."

Es ist wichtig zu zeigen, dass wir kein Haufen Idioten sind
George Russell

Der Rookie ist zuversichtlich, dass es sich bei Williams bald auch wieder auf der Rennstrecke Erfolgserlebnisse einstellen werden - und nicht nur in der Boxengasse. "Momentan läuft es nicht gut, aber dafür gibt es Gründe", betont Russell. Einer jener Gründe ist, dass Williams Teile der Wintertestfahrten verpasste und mit einem dementsprechenden Entwicklungsrückstand in die Saison ging.

"Es gab einen großen Philosophiewechsel vom letzten zu diesem Jahr", streicht der junge Brite hervor, der seinen erfahrenen Teamkollegen Robert Kubica klar im Griff hat. "Manchmal muss man einen Schritt zurückmachen, um drei nach vorne zu machen. Das Team hat eine langfriste Vision."


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