Isack Hadjar und Kimi Antonelli mussten den Großbritannien Grand Prix vorzeitig beenden. Mitten in Copse krachte Hadjar dem Mercedes-Piloten ins Heck, und ein paar Sekunden später in die Wand. Doch schon am Funk machte Hadjar klar: "Er kam aus dem nichts!" Antonellis Mercedes-Diffusor war nach der Kollision zu stark beschädigt. Auch er musste sein Rennen kurze Zeit später beenden. Die Schuld für den Unfall gab sich jedoch keiner der beiden Rookies.
Kimi Antonelli über F1-Crash: Wir waren beide nur Passagiere
Auf sein Formel-1-Podium in Kanada folgten für Kimi Antonelli in Österreich und Großbritannien zwei schwierige Wochenenden. Hadjar sah er am Crash in Silverstone aber vollkommen schuldlos. "Der gesamte Diffusor war weg. Ich war nur ein Passagier. Aber Isack war glaube ich auch nur ein Passagier, weil er nichts sehen konnte", so Antonelli. Wegen des starken Regens schickte die Rennleitung zwischenzeitlich das Safety-Car auf die Strecke. Doch die Gischt hinter mehreren Formel-1-Autos ist auch ohne Starkregen begrenzt, besonders in Highspeed-Kurven.
Isack Hadjar: Als ich sein Licht gesehen habe, haben wir uns schon berührt
"Selbst nachdem das Safety-Car wieder hereingekommen war, war die Sicht immer noch sehr schlecht und es stand viel Wasser auf der Strecke", bestätigte Antonelli. "Das hat Hadjar erwischt, und das war einfach Pech für uns beide." Auf Hadjars Onboard-Kamera ist ebenfalls ersichtlich: Antonellis Mercedes war erst zu sehen, als es schon zu spät war. Hadjar, der von Position zwölf aus gestartet war, lag zum Zeitpunkt des Crashs auf Position 16. Wie George Russell oder Charles Leclerc fuhr er vor dem Start an die Box, um sich Slicks zu holen.
Wegen der vorigen Safety-Car-Phase hatten seine Reifen nicht genug Temperatur. "Schon hinter dem Safety Car konnte ich nicht viel sehen. Die Reifentemperatur fiel auch immer weiter", so Hadjar. Und so kam es, wie es kommen musste. "Ich wünschte, ich hätte eine größere Lücke gehabt. Ich konnte nichts sehen. Als ich Kimis rotes Licht gesehen habe, war ich schon an seinem Auto. Wir haben aber auch sonst die falschen Entscheidungen getroffen", sagt der Franzose.



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