Formel 1

Formel 1, Verstappen fast ganzes Rennen im falschen Motormodus

Max Verstappen jagte Lewis Hamilton in Monaco bis zur Ziellinie. Dabei war er ab dem Boxenstopp im falschen Motormodus. Bottas-Crash als Ursache.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Max Verstappen fuhr einen furiosen Monaco GP 2019: Der Niederländer wurde zwar aufgrund einer Zeitstrafe nur Vierter, konnte aber fast das gesamte Rennen über Druck auf den Führenden Lewis Hamilton ausüben. Dabei war er ab seinem dem Boxenstopp im falschen Motormodus.

Als das Safety-Car kam, entschloss sich die Spitzengruppe dazu, Reifen zu wechseln. Valtteri Bottas nahm Tempo raus, um seine Position bei einem Doppel-Stopp von Mercedes nicht an Verstappen und Sebastian Vettel hinter ihm zu verlieren.

Doch Red Bull fertigte Verstappen schneller ab, weshalb es in der Fastlane eng wurde. Das Team schickte Verstappen los, obwohl Bottas bereits auf dem Weg war. Verstappen und Bottas kollidierten leicht. Der Niederländer eroberte dabei die zweite Position, bekam aber für den Unsafe Release eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, die auf sein Rennergebnis gerechnet wurde.

Verstappen im Boxen-Chaos: Motormodus vergessen

Durch die turbulenten Szenen in der Boxengasse kam es aber noch zu einem anderen kuriosen Vorfall: Verstappen vergas nach dem Stopp, sein Motormapping zu ändern. Damit die modernen Formel-1-Boliden aus dem Stand gut wegkommen, gibt es ein spezielles Motormapping.

Das Mapping regelt, wie sich das Ansprechverhalten des Motors in Relation zur Gaspedalstellung verhält. Weil beim Anfahren mehr Gefühl gefordert ist, reagiert der Motor die ersten Millimeter Pedalweg sehr träge, dafür kommt das Drehmoment später umso heftiger.

Verstappen beim Boxenstopp in Monaco - Foto: LAT Images

Diese speziellen Drehmoment-Mappings dürfen nur umgeschaltet werden, während sich das Auto in der Boxengasse bewegt. "Aber durch den Kontakt mit Valtteri war ich abgelenkt, habe auch danach noch die ganze Zeit in den Spiegel geschaut", verriet Verstappen Motorsport-Magazin.com.

"Normalerweise erinnern mich dann meine Ingenieure bis zum Boxenausgang, aber durch das ganze Durcheinander haben sie es wohl auch vergessen", so Verstappen. Der Red-Bull-Pilot musste deshalb nach dem Boxenstopp durchgehend mit dem aggressiven Drehmoment-Mapping fahren. "Am Anfang war es hart, aber man gewöhnt sich schnell daran", so Verstappen.


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