Formel 1

Formel 1 Test Barcelona: Selbst Mazepin im Mercedes Schnellster

Mercedes-Tester und Milliardärs-Sohn Nikita Mazepin holt am letzten Testtag der Formel-1-Saison 2019 Bestzeit. Ferrari-Tester Fuoco deutlich abgeschlagen.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Nikita Mazepin holte sich am letzten offiziellen Testtag der Formel-1-Saison 2019 die Bestzeit. Der Russe durfte erstmals im aktuellen Mercedes-Boliden platznehmen und fuhr in 1:15,775 Minuten mit Abstand am schnellsten um den Circuit de Barcelona-Catalunya. Hinter dem Russen landeten Alex Albon im Toro Rosso, Ferrari-Tester Antonio Fuoco und Charles Leclerc, der im zweiten Ferrari ein spezielles Pirelli-Programm abspulte.

Mercedes konzentrierte sich am Ende der Session, wie schon am Vortag, auf die weichen C5-Reifen, womit sich der große Vorsprung auf die Konkurrenz erklären lässt. Die Teams durften sich die Reifenmischungen für die Testfahrten selbst aussuchen, am kommenden Wochenende werden in Monaco die weichsten Mischungen eingesetzt.

Mazepin durfte zwar schon in den vergangenen Jahren Formel-1-Erfahrung im Force India sammeln, für das Weltmeisterteam griff er aber erstmals bei offiziellen Tests in Lenkrad. Der Milliardärs-Sohn liegt derzeit auf Rang 16 in der Formel 2 und absolviert mit Mercedes ein umfangreiches Testprogramm mit älteren Formel-1-Autos.

Abgesehen von einem Dreher in Kurve zwölf, der eine kurze Rot-Phase nach sich zog, fuhr Mazepin ohne gröbere Fehler. Generell verlief auch der letzte der beiden Young Driver Tests in Barcelona recht ruhig.

Drei Rotphasen, keine Unfälle

Dan Ticktum sorgte mit seinem Red Bull für eine Rot-Phase, als er am Ausgang von Kurve zehn stehen blieb, rund zwei Stunden vor Ende der Session blieb Sergio Sette Camara bei seinem Formel-1-Debüt liegen. McLaren musste daraufhin den Testtag frühzeitig für beendet erklären. Wenige Minuten vor Testende blieb auch Alex Albon im Toro Rosso am Ausgang von T10 stehen.

Formel 1 Test Barcelona, Tag 2: Ergebnis, Runden, Reifen

POS Fahrer Team Runden Zeit Rückstand Reifen
1 Mazepin Mercedes 128 1:15.775 C5
2 Albon Toro Rosso 110 1:17.079 1,304 C4
3 Fuoco Ferrari 120 1:17.284 1,509 C4
4 Leclerc Ferrari/Pirelli 127 1:17.349 1,574 2020
5 Räikkönen Alfa 110 1:17.393 1,618 C5
6 Aitken Renault 75 1:17.621 1,846 C4
7 Magnussen Haas 106 1:18.101 2,326 C3
8 Yelloly Racing Point 83 1:18.212 2,437 C5
9 Latifi Williams 88 1:18.573 2,798 C5
10 Ticktum Red Bull 79 1:19.458 3,683 C3
11 Turvey McLaren 52 1:20.712 4,937 C3
12 Stroll Racing Point/Pirelli 119 1:20.745 4,97 2020
13 Sette Camara McLaren 19 1:21.565 5,790 C2

Mit etwas Verspätung begann der Test für Alfa-Pilot Kimi Räikkönen. Alfa musste nach dem heftigen Unfall von Ferrari-Junior Callum Ilott am Vortag das Auto komplett neu aufbauen. Nur das Monocoque blieb heil und bekam einen neuen Motor samt neuem Getriebe.

Neben Ferrari setzte auch Racing Point ein zweites Auto ein. Während Nick Yelloly als Young Driver das reguläre Testprogramm abspulte, stellte sich Stammpilot Lance Stroll in den Dienst von Pirelli.

Pirelli testet schon für 2020

Die Italiener testeten nicht nur Reifen für 2020, sondern auch schon erste Prototypen für 2021. Die Dimensionen blieben gleich, doch bei den Mischungen experimentierten die Italiener schon für die ferne Zukunft, wenn die Heizdecken aus der Formel 1 verbannt werden. Ganz ohne ging es noch nicht, doch die Heizdeckentemperatur wurde bei den Prototypen niedriger eingestellt.

Nachdem in Bahrain bereits die ersten beiden Tage der Young Driver Tests stattgefunden hatten, ist die Testsaison 2019 somit offiziell beendet. Pirelli spult bis zum Saisonfinale noch private Tests für die 2020er Reifen mit jenen Teams ab, die bislang noch keine Reifentests abspulten. Nach dem Abu Dhabi GP dürfen noch einmal alle Teams das fertige 2020er Pirelli-Produkt an zwei Tagen testen.


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