Pascal Wehrlein im Weltmeister-Modus: Der Porsche-Werksfahrer steht beim zweiten Rennen der Formel E in Berlin an diesem Wochenende auf der Pole Position. Mit den drei Punkten für die Pole verkürzt er den Rückstand in der Weltmeisterschaft auf 47 Punkte. Für den Deutschen ist es die neunte Pole in der Elektroweltmeisterschaft und die dritte in der Saison 2025.

Der 30-Jährige setzte sich im Finale der Duell-Phase mit einer Zeit von 57.850 Sekunden gegen Dan Ticktum im Cupra-Kiro um 0,158 Sekunden durch. Ticktum konnte sich zum zweiten Mal in dieser Saison in der ersten Startreihe qualifizieren. Da Cupra-Kiro ein Porsche-Kundenteam ist, könnte der Brite im Rennen wichtige Punkte in der Hersteller-Wertung sammeln, in der die Zuffenhausener mit fünf Punkten Vorsprung auf Nissan knapp führen.

Dahinter folgen Wehrlein-Teamkollege Antonio Felix da Costa, der sich Wehrlein im Halbfinale geschlagen geben musste, und Robin Frijns in der zweiten Startreihe. Nico Müller im Kundenporsche von Andretti schließt die Top-5 ab. Für Müller war es nach einer herausfordernden Saison die erste Duell-Teilnahme, sein bestes Resultat im Qualifying blieb bislang Rang zehn im zweiten Shanghai ePrix. „Wir hatten das Potenzial einige Male zuvor. Endlich haben wir es hineingeschafft“, freute sich der Schweizer.

Darum startet Wehrlein-Konkurrent Oliver Rowland nicht in den Top-3

Den dritten Platz hätte eigentlich der WM-führende Nissan-Werksfahrer Oliver Rowland eingenommen. Der Brite wird nach einer Kollision mit Stoffel Vandoorne im gestrigen Rennen jedoch um fünf Plätze in der Startaufstellung nach hinten versetzt und startet somit lediglich von P8.

Der Brite hatte die Duelle als Fünfter seiner Gruppe zunächst nicht erreicht, da er durch einen Unfall von Jake Hughes (Maserati-DS) in Kurve 2 rund eine Minute vor dem Ende seinen letzten Run nicht mehr beenden konnte. Hughes hatte die Session auf P2 beendet. Dadurch, dass er die rote Flagge verursacht hatte, wurde dem Briten jedoch die schnellste Rundenzeit der Gruppenphase gestrichen. Dies warf ihn auf den sechsten Platz der Gruppe zurück, wodurch Rowland doch noch in die Top-4 der Gruppe und damit in die Duelle vorrückte.

Unter anderem profitiert auch ausgerechnet Vandoorne von der Strafe und rückt auf den sechsten Startplatz vor. McLaren-Youngster Taylor Barnard nimmt im Grid Rang sieben ein. Die Top-10 hätten eigentlich Vortagessieger Mitch Evans und Maximilian Günther im DS Penske komplettiert.

Günther strafversetzt, Abt verpasst Top-10

Doch Günther wird in der Startaufstellung um drei Positionen nach hinten versetzt, da er im dritten Freien Training die schwarz-orangene Flagge nicht respektierte. Seinen Platz in den Top-10 erbte Mahindra-Werksfahrer Edoardo Mortara. Der dritte Deutsche im Feld, David Beckmann, verpasste als Siebter seiner Qualifying-Gruppe die Duelle und startet von Rang zwölf direkt vor Günther.

Lola Yamaha Abt rund um das deutsche Team Abt Sportsline verpasste die Top-10. Während Rookie Zane Maloney 14. wurde, konnte Lucas Di Grassi nach seinem heftigen Unfall im 3. Training am Sonntagmorgen wie erwartet nicht am Qualifying teilnehmen.

Die Startaufstellung für den Berlin ePrix II 2025

Pos.FahrerTeam
1Pascal WehrleinPorsche
2Dan TicktumKiro-Porsche
3Antonio Felix da CostaPorsche
4Robin FrijnsEnvision-Jaguar
5Nico MüllerAndretti-Porsche
6Stoffel VandoorneMaserati-DS
7Taylor BarnardMcLaren-Nissan
8Oliver RowlandNissan
9Mitch EvansJaguar
10Edoardo MortaraMahindra
11Jake HughesMaserati-DS
12David BeckmannKiro-Porsche
13Maximilian GüntherDS Penske
14Zane MaloneyLola Yamaha Abt
15Sam BirdMcLaren-Nissan
16Jake DennisAndretti-Porsche
17Sebastien BuemiEnvision-Jaguar
18Jean-Eric VergneDS Penske
19Felipe DrugovichMahindra
20Nick CassidyJaguar
21Sergio Sette CamaraNissan
22Lucas Di GrassiLola Yamaha Abt