Acura zieht sich zum Saisonende 2026 aus der Topklasse der IMSA-Meisterschaft zurück! Die Entscheidung gab Hondas US-amerikanische Edelmarke in der Nacht auf Donnerstag deutscher Zeit offiziell bekannt. Damit werden die beiden von Meyer Shank Racing eingesetzten Acura ARX-06 im nächstjährigen Starterfeld der US-Sportwagenmeisterschaft fehlen.
Ein bitterer Rückschlag für die IMSA, die nach Lamborghini nun den zweiten Aussteiger aus der Klasse GTP - dem Hypercar-Pendant der WEC - zu beklagen hat. Am vergangenen Wochenende beim WEC-Auftakt in Imola machten zudem Gerüchte die Runde, dass Newcomer Genesis Magma Racing wohl doch nicht wie geplant schon 2027 in die IMSA einsteigen wird.
Ändert sich daran nichts, treten nächstes Jahr nur noch Porsche, BMW, Cadillac und Aston Martin mit ihren Prototypen an. Ford und McLaren, die beide 2027 in die WEC einsteigen werden, haben sich noch nicht zu einem IMSA-Engagement bekannt.
Acura nennt keine Gründe für IMSA-Aus
Acura nannte keinerlei Gründe für seinen IMSA-Abschied und versteckte das Aus weit hinten in einer Pressemitteilung mit der Ankündigung, sich als Sponsor künftig verstärkt in der IndyCar-Serie zu engagieren. Acura und Honda Racing Corporation USA (HRC) sprachen auch nicht von einem endgültigen Ende des Prototypen-Projekts, sondern von einer "Pause". Was damit wirklich gemeint ist, dürfte jedem Motorsport-Beobachter klar sein.
Amerikanische Medien spekulieren, dass die eingebrochenen Umsätze des Mutterkonzerns Honda zum IMSA-Ende geführt haben. Oder auch, dass sich der Autobauer aus Japan künftig mehr auf seine kostspieligen Engagements in der Formel 1 sowie in der MotoGP fokussieren wolle.

Acura feiert IMSA-Sieg und kündigt Werksausstieg an
"Wir sind extrem stolz darauf, was wir mit Acura in der Prototypen-Ära erreicht haben, die 2018 mit der Einführung des Acura ARX-05 begonnen hat", wurde HRC-Präsident David Salters in der Pressemitteilug zitiert. Das aktuelle Programm solle bis zum Saisonende fortgeführt werden. Kurios: Noch im Januar machten internationale Gerüchte die Runde, dass Acura 2027 in die WEC einsteigen könnte. Die Japaner hatten bislang als einzige LMDh-Marke auf ein Doppelprogramm verzichtet.
Acura gewann am vergangenen Wochenende das dritte Saisonrennen in Long Beach mit Renger van der Zande und Nick Yelloly. Es war der erste Sieg des Jahres für Meyer Shank Racing, nachdem Porsche zuvor bei den 24 Stunden von Daytona sowie dem 12-Stunden-Rennen in Sebring triumphiert hatte. Neben van der Zande und Yelloly müssen sich auch ihre Teamkollegen Tom Blomqvist und Colin Braun um neue Jobs bemühen.

Acura und Meyer Shank Racing blicken auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit in der IMSA-Meisterschaft zurück - die von einem handfesten Skandal überschattet wurde und zum zwischenzeitlichen Ende der Partnerschaft führte: 2023 gewann MSR im ersten Jahr der LMDh-Ära auf Anhieb die 24 Stunden von Daytona, wurde aber des Betrugs überführt. Die festgestellte Manipulation von Reifendrücken meldete ausgerechnet Honda. Meyer Shank Racing durfte den Sieg in Daytona zwar behalten, kassierte aber eine Flut an Sport- und Geldstrafen.
Abseits davon war es eine Erfolgsgeschichte in den USA: Meyer Shank Racing gewann mit einem Acura-DPi (LMDh-Vorgänger) die IMSA-Meisterschaften 2019, 2020 sowie 2022. In den Jahren 2012, 2022 und 2023 siegte das Team beim Saisonhighlight in Daytona. Erfolge bei den Langstrecken-Klassikern Petit Le Mans (2016, 2022) sowie Watkins Glen (2017, 2019) rundeten den Siegeszug ab. Wie es für Meyer Shank in der IMSA-Serie weitergeht, ist aktuell unklar.
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