Mick Schumacher ist nach dem fünften IndyCar-Saisonlauf in Long Beach zumindest den letzten Platz in der Gesamtwertung los. Viel mehr kam am Sonntag bei dem Rennen auf dem legendären Straßenkurs in Los Angeles sonst nicht dabei raus für Schumacher, während Alex Palou an der Spitze sich diesmal dank eines perfekten Boxenstopps den nächsten Sieg holte.

Für Schumacher war das ganze Wochenende davor ein Kampf gewesen. Am Freitag war er im ersten Training auf der für ihn neuen Strecke mit einem Defekt ausgerollt, was einen Motorwechsel nötig gemacht hatte. Es folgte ein kleiner Crash im 2. Training. Vom 21. Startplatz kommend war am Sonntag da schon vorab ein schwieriges Rennen zu erwarten.

Schwieriges Long-Beach-Wochenende eine steile Lernkurve für Schumacher

Schumacher, der in einem sehr statischen Rennen auf eine konventionelle Zweistopp-Strategie setzte, rutschte im ersten Teil des Rennens und auch dank einer glücklichen Gelbphase zumindest ein paar Plätze nach vorn und hielt sich wenigstens im Rennen fahrerisch schadlos. Für wirkliches Vorwärtskommen fehlte ihm allerdings die Pace.

Nach den letzten Boxenstopps lag Schumacher auf P16, verlor aber in den folgenden Runden auf der Strecke noch zwei Plätze an Christian Rasmussen und Josef Newgarden. Dank einer Strafe für einen Kontrahenten wurde es schließlich P17. "Es war definitiv eine steile Lernkurve hier für uns", lautet Schumachers nüchternes Fazit danach.

Mick Schumacher im IndyCar-Rennen in Long Beach
Schumacher in der Haarnadel unter Druck, Foto: Penske Entertainment / Chris Jones

"Ich denke, wir haben den letzten Reifensatz letztendlich ein bisschen zu hart rangenommen, was uns das Leben ziemlich schwer gemacht hat", erklärt Schumacher vor allem den letzten schwachen Stint. Nach dem Restart hatte er im Schluss-Stint im Schnitt eine Sekunde pro Runde auf die Spitze verloren. "Da wurde ich wohl ein paar Mal unnötig überholt."

"Insgesamt war es ein gutes Rennen, nachdem ich am Freitag kein Training hatte und am Samstag kaum gefahren bin. Ich denke, wir haben das Beste draus gemacht", bleibt Schumacher dennoch positiv gestimmt. "Ich freue mich jetzt auf den Mai und auf den Indy Road Course, dort habe ich schon getestet. Hoffentlich haben wir dort ein gutes Rennen." Mit P17 fuhr Schumacher in Long Beach immer noch sein bestes Ergebnis ein und geht in der Gesamtwertung wieder vorbei an Sting Ray Robb auf den vorletzten Platz.

Alex Palou holt sich mit Sieg die IndyCar-Führung zurück

Nicht nur der letzte Platz, sondern auch der erste Platz der IndyCar-Tabelle wechselte in Long Beach den Besitzer. Mit seinem Sieg holt sich der amtierende Meister Alex Palou die Meisterschaftsführung zurück von Kyle Kirkwood. Diesen Sieg verdankte er allerdings der perfekten Leistung seiner Boxencrew.

Fast die kompletten 59 Runden hatte Palou nämlich hinter dem von Pole gestarteten Felix Rosenqvist verbracht. Doch in den turbulenten Boxenstopps unter der Safety-Car-Phase in Runde 59 kam das ganze Feld rein. Palou profitierte von einem perfekten Stopp seiner Crew und auch von der Tatsache, dass er den Boxenstandplatz ganz am Ende der Boxengasse hatte und so frei losfahren konnte. So übernahm er eine Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr hergab.

Rosenqvist fuhr mit P2 immerhin sein bestes Saisonergebnis ein. Das Ganassi-Team lieferte aber nicht nur einen perfekten letzten Stopp für Palou, sondern auch für Scott Dixon, der dadurch auf den dritten Rang vorgespült wurde. Die Top-5 komplettierten Kyle Kirkwood und Pato O'Ward, der im Gegenzug bei den Boxenstopps zwei Plätze verloren hatte.

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