Das Opel-Werksteam hat seinen ersten Neuzugang für das angekündigte Debüt in der Formel E zur nächstjährigen Saison 2026/27 präsentiert: Sophia Flörsch schließt sich dem Autobauer aus Rüsselsheim als offizielle Test- und Entwicklungsfahrerin an. Die Einsatzpiloten der Marke mit dem Blitz im Wappen für die erste Saison mit den Gen4-Rennwagen sind noch nicht bekannt.
Flörsch saß bereits im Opel-Simulator und wird in Bälde ihre ersten Runden mit dem Boliden des deutschen Neueinsteigers drehen: Die 25-Jährige kommt bei der Gen4-Präsentation der Formel E in Paul Ricard (21.-22. April 2026) zum Einsatz. Auf der französischen Rennstrecke werden alle engagierten Hersteller erstmals ihre neuen Fahrzeuge vorstellen, die mit einer Leistung von bis zu 816 PS und permanentem Allradantrieb die nächste technologische Ära der Elektro-WM einleiten.
Sophia Flörsch vor ersten Runden im Formel-E-Auto
Flörsch kehrt nach einer kleinen Auszeit zurück ins Motorsport-Geschehen, im vergangenen Jahr bestritt sie nur wenige Rennen: Ein Engagement in der höchsten IndyCar-Nachwuchsserie Indy NXT endete nach nur einem Einsatz am 02. März 2025. Später im Jahr nahm die Münchnerin an der Amateurserie Boss GP teil.
Flörsch stand bereits in der Vergangenheit mit der Formel E in Kontakt. Ende 2018 sollte sie für HWA einen Test in Saudi-Arabien bestreiten, konnte den Start wegen ihres zuvor beim Macau GP erlittenen Unfalls jedoch nicht wahrnehmen. 2024 hätte sie für das Nissan-Werksteam in Valencia testen sollen, doch der Einsatz wurde kurzfristig abgesagt.
Jetzt bietet sich beim Formel-E-Einsteiger Opel eine neue Chance im Motorsport. Die Rüsselsheimer bauen für ihr Debüt ein komplett eigenständiges Werksteam auf, statt ein Kundenteam mit den Einsätzen zu betrauen. Opel gab seinen Werkseinstieg offiziell am 20. März 2026 bekannt und bestätigte damit die Gerüchte, die mehr als ein Jahr zurückreichten.
Sophia Flörsch findet: "Formel E ist aktuell die härteste Rennserie der Welt"
"Mit der Verpflichtung von Sophia setzen wir bei Opel ein klares Zeichen für die konsequente Förderung junger Talente im elektrischen Motorsport", sagt Opel-Teamchef Jörg Schrott. "Ihr präzises technisches Feedback sowie ihre analytische Arbeitsweise im Simulator und auf der Strecke werden eine entscheidende Rolle bei der Weiterentwicklung unseres Gen4-Pakets spielen."
Die neue Test- und Entwicklungsfahrerin Flörsch sagt: "Die Formel E ist aktuell die härteste Rennserie der Welt - und genau dort treten Opel und ich nun gemeinsam an. Dass eine Marke mit 125 Jahren Motorsport-DNA jetzt den Schritt in eine Weltmeisterschaft geht, ist beeindruckend. Als deutsche Fahrerin Teil dieses Werksteams zu sein, ist für mich mehr als ein Privileg."
Flörsch bestritt ihre ersten Rennen im Formelsport 2016 in der ADAC Formel 4 und wechselte später unter anderem in die Formel 3. 2023 erzielte sie als Alpine-Juniorin sechs Zähler in der FIA-Nachwuchsserie, 2024 blieb sie ohne Punktgewinn. Von 2020 bis 2022 ging sie dreimal bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start und 2021 zudem für Abt-Audi in der DTM.
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