Ansage im Titelkampf: Pascal Wehrlein hat das erste von zwei Rennen der Formel E im chinesischen Shanghai an diesem Wochenende gewonnen. Für Wehrlein ist es der zehnte Sieg in seiner Formel-E-Karriere und der erste seit dem Jeddah-Wochenende im Februar. Zudem kommt er an einem wichtigen Zeitpunkt in der Weltmeisterschaft, nachdem der Porsche-Werksfahrer zuletzt dreimal in Folge nicht einmal Punkte geholt hatte.

Pascal Wehrlein wieder mitten im WM-Kampf

Im Ziel setzte sich Wehrlein, der in einem regnerischen Rennen von der Pole gestartet war, schlussendlich mit 1,633 Sekunden Vorsprung gegen Antonio Felix da Costa (Jaguar) durch. Das Podium komplettierte Jake Dennis im Kundenporsche von Andretti. Mit dem Sieg rückt Wehrlein derweil wieder glasklar in Titelschlagweite.

Der Weltmeister von 2024 hat nur noch drei Punkte Rückstand auf den WM-Führenden Jaguar-Werksfahrer Mitch Evans, der im ersten Shanghai-Rennen nur Rang acht erreichte. Felix da Costa und Dennis befinden sich derweil nun mit 22 beziehungsweise 23 Zählern Rückstand auf die Spitze auf den Positionen drei und vier in Schlagdistanz.

Rookie Drugovich begeistert weiter, Nico Müller staubt Punkt ab

Rang vier im Shanghai-Rennen ging derweil an Dennis-Teamkollege Felipe Drugovich. Der Rookie, der vor dem Wochenende von Andretti für die nächste Saison bestätigt wurde, konnte zuletzt eine beeindruckende Serie hinlegen: Nachdem er in den ersten sieben Saisonrennen komplett leer ausgegangen war, konnte der ehemalige Formel-2-Champion zuletzt fünfmal in Folge punkten – und das zuletzt viermal in Folge sogar in den Top-5. Diese schloss beim ersten Rennen des Wochenendes Nyck de Vries im Mahindra ab.

Jean-Eric Vergne (Citroen-DS), Joel Eriksson im Envision-Jaguar und Evans belegten die Positionen sechs bis acht. Der Allgäuer Maximilian Günther (DS Penske) holte auf Position neun seine Punkte 19 und 20 der laufenden Saison. Die Top-10 hätte eigentlich de-Vries-Teamkollege Edoardo Mortara abgeschlossen. Doch der Italo-Schweizer erhielt nachträglich eine 5-Sekunden-Zeitstrafe für das Verursachen einer Kollision mit Vergne. Profiteur war Nico Müller im zweiten Werks-Porsche, der somit den letzten Zähler abstaubte.

Rowland setzt irre Saison fort, Abt geht leer aus

Keine Punkte gab es hingegen für den amtierenden Formel-E-Weltmeister Oliver Rowland, der nur P13 erreichte, womit sich eine inkonstante Saison fortsetzt. Während Rowland zwar in zwölf Rennen sechsmal auf dem Podest stand und ein Rennen gewinnen konnte, holte er in den restlichen sechs Rennen nicht einmal Punkte. Dadurch rutscht der Brite in der WM auf Rang fünf ab.

Ebenso leer ging auch Lola Yamaha Abt rund um das deutsche Team Abt Sportsline aus. Während Zane Maloney den zwölften Platz erreichte, belegte Veteran Lucas Di Grassi nur P17. Abt bleibt damit in allen WM-Wertungen Schlusslicht. Der Start ins Rennen wurde aufgrund Unwetterwarnungen zwei Stunden nach vorne verlegt. Dennoch musste nach zwei Dritteln des Rennens eine kurzzeitige Safety-Car-Phase aufgrund der Bedingungen ausgerufen werden.

Formel E 2026: So geht es weiter

Wie schon im letzten Jahr ist das Formel-E-Rennwochenende in Shanghai auch in diesem Jahr ein Double-Header, wobei sowohl am Samstag als auch am Sonntag ein Rennen ausgetragen wird. Folglich findet morgen noch einmal das gleiche Programm wie heute statt, wobei der Start des Rennens wie heute aufgrund von erwarteten Unwettern zwei Stunden früher als eigentlich geplant abgehalten wird. Nach einem Freien Training um 00:00 Uhr deutscher Zeit, steht in der Nacht um 02:00 Uhr das Qualifying an. Das Rennen startet um 06:00 Uhr. Der Privatsender DF1 überträgt 2026 alle WM-Läufe der Formel E im Free-TV.