Wenn die DTM am kommenden Wochenende auf dem Red Bull Ring in Österreich in ihre Saison 2026 startet, wird der erfolgreichste Fahrer der jüngeren Geschichte nicht mehr dabei sein: Rene Rast verzichtet dieses Jahr wie angekündigt auf seine Rückkehr in die Startaufstellung. Offiziell legt der BMW-Werksfahrer eine "Pause" ein, mit weiterhin unbekannter Zukunft in der deutschen Traditionsserie.
Rast wird am Wochenende auch nicht nach Spielberg reisen, um das Treiben seiner Fahrerkollegen privat an der Strecke zu verfolgen. "Leider nicht, da habe ich wegen eines privaten Termins keine Zeit", sagte der dreifache DTM-Champion am vergangenen Wochenende beim WEC-Auftakt in Imola zu Motorsport-Magazin.com. Auf dem italienischen Traditionskurs errang er zusammen mit Teamkollege Robin Frijns den fünften Platz im BMW M Hybrid V8.
Rene Rast kündigt DTM-Rückkehr an: "Hotel schon gebucht"
Rast fokussiert sich dieses Jahr auf sein Werksprogramm mit BMW in der Langstrecken-WM, hat sich aber längst nicht von der DTM abgewendet. Ganz im Gegenteil, wie der 39-Jährige ankündigte: "Wir kommen mit der ganzen Familie nach Zandvoort, weil da Ferien sind. Das Hotel ist schon gebucht."
Und natürlich wird Rast das Geschehen am Wochenende in Spielberg verfolgen, wenn auch aus der Ferne. Mit DTM-Rückkehrer Kelvin van der Linde und Aston-Martin-Werksfahrer Nicki Thiim gehen immerhin zwei Fahrer der Agentur Pole Promotion an den Start, die Rast zusammen mit Manager Dennis Rostek betreibt.
Rast über van der Linde: "Kann für ganz vorne reichen"
Van der Linde, der sich Ende 2024 als Vizemeister aus der DTM verabschiedet hatte und zu BMW gewechselt war, rechnete Rast gute Chancen auf die Meisterschaft aus. Der Deutsch-Südafrikaner übernimmt praktisch seinen Platz im BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport an der Seite von Marco Wittmann. "Wir sind letztes Jahr um die Meisterschaft gefahren", sagte Rast. "Kelvin hat ein gutes Team und ein gutes Auto. Das kann für ganz vorne reichen."
Auch dem Dänen Thiim, der jetzt in der DTM erstmals in seinen 'Dienstwagen', den Aston Martin Vantage GT3 Evo von Comtoyou Racing, steigen darf, hat Rast auf dem Zettel: "Man muss abwarten, wie Nicki mit dem Auto in der DTM klarkommt. Die Balance of Performance ist natürlich immer ein Thema. Wenn der Aston Martin mitfahren kann, dann ist Niki sicherlich auch ein Kandidat für die Meisterschaft."
Rast lehnt TV-Job ab: "Passt nicht zur Philosophie"
Rast hätte nicht nur als Fahrer die Gelegenheit gehabt, dieses Jahr in die DTM zurückzukehren. Wenig überraschend klopfte auch der TV-Partner ProSieben an die Türe. Beim Privatsender wechselten sich in den vergangenen Jahren immer wieder DTM-Champions als Experten am Mikrofon ab, um das Geschehen einzuordnen. In Spielberg nimmt der frühere Meister Maximilian Götz den Platz an der Seite des neuen Kommentators Tobi Schimon ein.
"Ich habe auch zu ProSieben gesagt, dass ich die DTM nicht zur Seite gelegt habe, um dann wieder einen anderen Job bei der DTM zu machen", erklärte Rast seine Absage. "Ich will ja mehr Zeit zu Hause bei meiner Familie verbringen. Das hat irgendwie nicht zur Philosophie gepasst. Ich komme gerne mal zu einem Rotwein am Abend vorbei und habe Spaß. Aber ein ganzes Wochenende - dazu bin ich noch nicht bereit."
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