Formel 1

Formel 1 in Monza vor Rettung, Verwirrung um Silverstone

Rennkalender-News aus der Formel 1: Italiens Automobilverband und F1 erzielen Einigung für neuen Monza-Vertrag. Silverstone dementiert ähnliche Berichte.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Gute Nachrichten für die traditionsreichste Strecke im Rennkalender der Formel 1. Wie die F1 und der italienische Automobilverband (ACI) am Dienstag jeweils per Statement verkündeten, hat man eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt, einen neuen Fünfjahresvertrag für den Italien GP in Monza anzustreben.

"Der Generalrat des Automobilclubs von Italien hat daher seinem Präsidenten Angelo Sticchi Damiani das Mandat erteilt, die Verhandlungen mit der Formel 1 über alle technischen und kommerziellen Aspekte der Partnerschaft fortzusetzen, um in kurzer Zeit die Vertragsunterschrift zu erreichen", teilte der ACI dazu mit.

Italien GP vor neuem Formel-1-Vetrag bis 2024

Der aktuelle Vertrag mit dem häufigsten Austragungsort von Formel-1-Rennen überhaupt endet mit dem 70. Italien GP in diesem Jahr (6.-8. September 2019 in Monza). Dies soll nun für 2020 bis 2024 erneuert werden.

Ebenfalls in diesem Jahr enden die Verträge der Rennen in Spanien (Barcelona), Deutschland (Hockenheim), Mexiko (Mexiko City) und Großbritannien (Silverstone). Sie alle, wie bis dato auch Monza, eint die Frage der schwierigen Finanzierbarkeit.

Deutschland, Spanien, Mexiko und Großbritannien wackeln

So findet der Deutschland GP schon in dieser Saison nur statt, weil Mercedes als Titelsponsor in die Bresche sprang, während Spanien und Mexiko zuletzt von Zuschüssen von Region bzw. staatlicher Seite gut aufgestellt waren, diese nun jedoch entzogen wurden bzw. werden.

Im Fall Mexikos wird erwartet, dass die dortige der Formel 1 sehr wohlgesonnene Privatwirtschaft einspringt. In Spanien kursieren Gerüchte, wonach Barcelona 2020 durch einen Niederlande GP ersetzt werden könnte. Dessen Vertragsunterschrift gilt inzwischen längst nur mehr als Formsache.

Silverstone dementiert: Keine Übereinkunft wie in Monza

Silverstone zog zuletzt sogar eine Ausstiegsklausel in seinem eigentlich noch länger als bis 2019 laufenden Kontrakt. Hintergrund: Durch eine mit der Formel 1 ausgehandelte Dynamik der Startgebühr sah man die eigene Finanzlage gefährdet.

Verwirrung stifteten am selben Tag des Statements aus Italien hier Medienberichte, wonach Silverstone und F1 eine ähnliche Übereinkunft erzielt hätten. Diese dementierte das 'Home of British Motor Racing' via Twitter.

"Leider gingen heute Morgen unsubstantielle News im Hinblick auf einen neuen Vertrag mit dem Großbritannien GP in Silverstone um. Gegenwärtig können wir bestätigen, dass wir keine Übereinkunft zu einem Vertrag erzielt haben. Die Gespräche schreiten allerdings weiter voran", heißt es dort.

Miami vor vorläufigem Aus, Vietnam GP gedeiht

Ebenfalls mau sieht die Zukunft für den zweiten USA GP aus. Jüngsten Medienberichten aus Florida zufolge sollen die Organisatoren des geplanten Rennens in Miami und die Formel 1 inzwischen eingesehen haben, dass das Projekt durch diverse Schauplätze wie Logistik und Anlieger nicht zu stemmen ist.

Fix ist dagegen längst ein neuer Vertrag für Aserbaidschan bis 2023 und das Debüt des Vietnam GP. Zum für 2020 vorgesehenen Rennen in Hanoi präsentierte Motorsport-Magazin.com jüngst ein erstes Onboard-Video.

Vietnam GP 2020: Erstes Onboard-Video der neuen F1-Strecke: (2:35 Min.)


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