Verspäteter Auftakt in einen nassen Renntag in Deutschlands Hauptstadt: Das 2. Freie Training der Formel E am Samstagmorgen wurde nach heftigen Regenschauern in Berlin von der Rennleitung abgesagt. Es hätte das letzte Training vor dem Qualifying sein sollen, welches um 11:20 Uhr starten soll. Anschließend folgt um 16:04 Uhr der Start in das erste von zwei Rennen an diesem Wochenende.
Ob Qualifying und Rennen pünktlich werden starten können, darf jedoch bezweifelt werden. Wettervorhersagen zufolge ist durchgehender Regen für den gesamten Tag mehr oder minder ausgemacht, teilweise ist sogar von Gewittern zum Zeitpunkt des Rennens die Rede.
Lokalmatador Pascal Wehrlein nach Porsche-Crash strafversetzt
Der Regen könnte das Qualifying deutlich bedeutsamer als normalerweise machen. Durch die unter Regenbedingungen grundsätzlich langsameren Geschwindigkeiten und weniger starke Beschleunigung verbrauchen die Fahrer weniger Energie und müssen dementsprechend auch weniger Energie sparen.
Herausfordernd sind die Bedingungen auch für Reifenhersteller Hankook. Die Allwetterreifen des südkoreanischen Herstellers sind in dieser Saison mit mehr Grip ausgestattet, wodurch jedoch auch Kompromisse bei den Qualitäten unter Regenbedingungen eingegangen werden mussten. "Slicks und Regenreifen unterscheiden sich fundamental - sowohl in der Konstruktion als auch in der Gummimischung", erklärt Hankook-Motorsportdirektor Manfred Sandbichler im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Unser aktueller Reifen ist auf Trockenhaftung ausgelegt und kann daher naturgemäß nicht so viel Wasser verdrängen wie ein spezieller Regenreifen."
Für das Qualifying steht jedenfalls bereits fest, dass Lokalmatador Pascal Wehrlein nicht von der Pole Position starten wird. Der amtierende Weltmeister wurde von den Sportkommissaren für das Rennen um drei Positionen in der Startaufstellung nach hinten versetzt. Grund ist kurioserweise ein Unfall im 1. Freien Training am gestrigen Nachmittag, bei dem Wehrlein ausgerechnet mit Teamkollege Antonio Felix da Costa kollidiert war. Die Details lest Ihr hier:
Auch Jaguar und Mahindra für Berlin-Rennen bestraft
Wehrlein ist jedoch nicht der einzige Pilot, der strafversetzt wird. Auch Jaguar-Werksfahrer Nick Cassidy und Felipe Drugovich, der an diesem Wochenende Nyck de Vries bei Mahindra ersetzt, werden um je sogar 20 Positionen nach hinten versetzt. Hier ist dafür ausschlaggebend, dass an beiden Boliden die Motorkontrolleinheit gewechselt wurde und dabei die maximal über die Saison erlaubte Anzahl derselbigen überschritten wurde.
De Vries ist nicht der einzige Stammfahrer, der an diesem Wochenende fehlt. Auch Nissan-Werksfahrer Norman Nato ist in Berlin nicht im Einsatz. Wer den Franzosen ersetzt und was hinter dem Wechsel steckt lest Ihr in diesem Artikel:


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