Die Formel-E-Weltmeisterschaft 2025 geht in ihre finale Runde. An diesem Wochenende finden am 26. und 27. Juli die letzten beiden Saisonrennen statt. Die Fahrer-Weltmeisterschaft ist zwar seit dem Rennwochenende in Berlin entschieden, dennoch ist in London noch ordentlich Spannung im WM-Kampf drin. Porsche und Nissan kämpfen sowohl in der Team- als auch der Hersteller-Wertung um den Titel. In beiden Wertungen hat Porsche aktuell leicht die Nase vorne.
Das Wochenende begann wie üblich mit einer Trainings-Session am Freitagnachmittag. Diese wurde zweimal durch rote Flaggen unterbrochen. Lucas Di Grassi musste seinen Lola Yamaha Abt nach rund zehn Minuten abstellen und löste die erste Zwangspause aus. "Er war auf seiner ersten schnellen Runde unterwegs und wir bekamen die Meldung eines Crash-Fehlers, obwohl es keinen Crash gab“, rätselte Abt-Teamchef Thomas Biermaier. "Sowas hatten wir noch nie."
Wehrlein-Bestzeit zum London-Auftakt
Zuvor hatte Di Grassi auf der Gegengerade eine Bodenwelle mitgenommen. Besonders ärgerlich ist der Umstand für die Kemptener, weil das Training in London als besonders wichtig gilt. Biermaier: "Es ist ein spezielles Layout, wo man nicht überholen kann. Wir müssen das Auto für das Qualifying einstellen. Deshalb brauchen wir die Zeit." Di Grassi konnte zwar im Training noch einmal teilnehmen, blieb rund acht Minuten vor dem Ende aber noch einmal zwischen den Kurven 16 und 17 stehen.
Die Bestzeit im Training ging schlussendlich an Porsche-Werksfahrer Pascal Wehrlein mit einer Zeit von 1:08.02 Minuten. Jake Dennis im Kundenporsche von Andretti lag auf Rang zwei 0,295 Sekunden zurück. Gegen den Weltmeister von 2023 jedoch aufgrund eines Verstoßes in Zusammenhang mit der Verwendung des Pit Boosts ermittelt. Die Batterieladung überschritt das per Reglement gestattete Maximum. Andretti wurde hierfür eine Gelstrafe in Höhe von 1.500 Euro ausgesprochen. Die Nachlade-Boxenstopps werden auch an diesem Wochenende im Samstagslauf zum Einsatz kommen.
McLaren gibt Abschiedsvorstellung
Nick Cassidy, der vor dem Wochenende seinen Abschied vom Jaguar-Werksteam nach Saisonende bekanntgab, wurde Dritter. Sam Bird im McLaren-Nissan und Norman Nato (Nissan) schlossen die Top-5 ab. Für McLaren ist der London ePrix das letzte Rennwochenende in der Formel E. Das Team von Teamchef Ian James steigt aus der Rennserie zugunsten seines künftigen Hypercar-Programms aus. Ein Käufer für die Startlizenz konnte nicht gefunden werden. "Alle im Team sind zu Tode betrübt", sagte Bird beim Rennwochenende in Berlin zu Motorsport-Magazin.com.
Formel-E-CEO Jeff Dodds zeigte sich unterdessen im Gesamtkontext der Formel E nicht besorgt angesichts des Verlusts eines Teams. Warum, lest Ihr in unserem Exklusiv-Interview mit dem Briten:
Formel E London: 1. Training Ergebnis
| Pos. | Fahrer | Team |
|---|---|---|
| 1 | Pascal Wehrlein | Porsche |
| 2 | Jake Dennis | Andretti-Porsche |
| 3 | Nick Cassidy | Jaguar |
| 4 | Sam Bird | McLaren-Nissan |
| 5 | Norman Nato | Nissan |
| 6 | Edoardo Mortara | Mahindra |
| 7 | Dan Ticktum | Kiro-Porsche |
| 8 | Mitch Evans | Jaguar |
| 9 | Antonio Felix da Costa | Porsche |
| 10 | Stoffel Vandoorne | Maserati-DS |
| 11 | Robin Frijns | Envision-Jaguar |
| 12 | Nyck de Vries | Mahindra |
| 13 | Nico Müller | Andretti-Porsche |
| 14 | Jake Hughes | Maserati-DS |
| 15 | Sebastien Buemi | Envision-Jaguar |
| 16 | Oliver Rowland | Nissan |
| 17 | David Beckmann | Kiro-Porsche |
| 18 | Maximilian Günther | DS Penske |
| 19 | Taylor Barnard | McLaren-Nissan |
| 20 | Jean-Eric Vergne | DS Penske |
| 21 | Lucas Di Grassi | Lola Yamaha Abt |
| 22 | Zane Maloney | Lola Yamaha Abt |

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