Formel 1

Formel 1: Alonso wettert gegen offiziellen F1-Podcast

Fernando Alonso schießt gegen die Formel 1. Genauer gesagt gegen eine Promotion des Podcasts Beyond The Grid. Dort übt Luca di Montezemolo harsche Kritik.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Er hat es schon wieder getan: Fernando Alonso hat auf Twitter ein kleines Gewitter losgelassen. Der Spanier reagierte am späten Dienstagabend erneut (vorherige Causa s.u.) mit harscher Kritik auf einen Tweet des offiziellen Kanals der Formel 1, der die neue Ausgabe des offiziellen F1-Podcasts 'Beyond The Grid' bewirbt.

"Es muss einen Grund gegeben haben, diesem Account bisher nicht gefolgt zu haben. Heute habt ihr mich daran erinnert!!", so Alonso unter dem Posting, gemischt mit einem halben Dutzend vor Weinen lachender Emojis.

Worum es dem zweimaligen Weltmeister geht? Um eine pikante Aussage des ehemaligen Ferrari-Präsidenten Luca di Montezemolo, der in der neuen Ausgabe des Podcasts zur Sprache kommt, mitunter auch die Alonso-Jahre bei der Scuderia kommentiert: "Wenn er gewinnt, ist er happy. Wenn er nicht gewinnt, ist es das Problem des Teams…"

Fernando Alonso: Hat der Präsident nie gesagt!

So teasert die F1 auch bei Twitter den Podcast an. Genau daran stört sich Alonso. Das habe di Montezemolo so nie verlauten lassen. "Der Präsident hat das nie gesagt. Besonders nach dem ich 80 Prozent der Punkte für unser Team geholt habe. Wir sind hart Rennen gefahren, zusammen, mit ganzem Herzen und wir haben bis zum letzten Rennen um Weltmeistertitel gekämpft", poltert der Formel-1-Weltmeister von 2005 und 2006.

Die Reaktionen fallen klar pro Alonso aus. So wurde Alonsos Antwort bis zum späten Mittwochvormittag fast zweitausendfach retweeted und von 11.000 Usern geliked. Das Posting der F1 selbst hingegen kommt nur auf gut 300 Retweets und 2.500 Likes. "Der König hat gesprochen", antwortet exemplarisch ein User auf Alonso.

Formel-1-Tweet: Montezemolo-Aussage nicht aus Kontext gerissen

In dem Podcast wiederum führt di Montezemolo seine Einschätzung jedoch noch näher aus. Die Formel 1 hat demnach keine Aussage einfach unglücklich aus dem Zusammenhang gerissen. "In anderen Worten: Er war dem Team weniger nah als Michael (Schumacher, Anm. d. Redaktion) und Niki (Lauda), besonders in den schwierigen Momenten", so di Montezemolo.

Rein fahrerisch jedoch sei Alonso erste Sahne gewesen. "In Sachen Performance war Fernando sehr gut. Für mich ist Alonso auf einer Stufe mit Hamilton und Vettel und im Rennen ist er nah dran an Michael. Im Rennen war und ist Alonso ein fantastischer Fahrer. Er hat die Meisterschaften nicht wegen eigener Fehler verloren", sagt der ehemalige Ferrari-Präsident über die knappen WM-Pleiten 2010 und 2012 gegen Sebastian Vettel und Red Bull.

Rückblick: Alonso schon 2018 im Clinch mit Aussage aus F1-Podcast

Für Fernando Alonso ist es übrigens nicht das erste Mal, dass er sich via Twitter irgendwo zwischen fürstlich amüsiert und erzürnt von dem F1-Podcast präsentiert. Erst im vergangenen August 2018 fiel dem Spanier dort Red-Bull-Teamchef Christian Horner negativ auf. Der Brite hatte gesagt, Alonso nie ein Angebot vorgelegt zu haben, weil er noch in jedem Team nur Chaos angerichtet habe.

"Auf jeden Fall eine der besten Sachen ever!!! Sommerhit!", kommentierte Alonso damals diese Einschätzung, ebenfalls mit diversen Emojis ... Später klärte der Spanier auf: Er will sogar mehrfach Angebote von Red Bull erhalten haben.


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