Formel 1

Formel 1 2019: Williams sagt Filmtag ab

Williams sagt den geplanten Filmtag vor den Testfahrten in Barcelona ab. Auch bei Renault ist der Shakedown in Gefahr. Entwicklung am Limit.
von Christian Menath
Formel 1: Williams zeigt neue Lackierung und Hauptsponsor 2019: (00:48 Min.)

Keine guten Nachrichten aus Grove: Wie Williams offiziell mitteilte, sagt das Team einen eigentlich geplanten Filmtag am kommenden Wochenende ab. "Wie sich jeder vorstellen kann, hatten wir über den Winter ein sehr aggressives Entwickliungs-Programm", erklärt Teamchefin Claire Williams die Absage.

"Deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, unser Auto beim Filmtag nicht zu fahren, um dem Team die maximale Zeit in der Fabrik zu geben", so Williams weiter. Ein Start beim Testauftakt am 18. Februar in Barcelona ist nach wie vor geplant.

Zahlreiche Teams nutzen die Möglichkeit eines Filmtages, um einen ersten Shakedown mit dem neuen Auto abzuspulen. Weil private Testfahrten untersagt sind, werden unter dem Vorwand eines Filmtages erste Funktionstests durchgeführt, bevor es zum richtigen Test geht.

Zwei solcher Filmtage stehen jedem Team pro Saison zur Verfügung. Dabei dürfen sie maximal 100 Kilometer pro Tag zurücklegen. Damit keine allzu großen technischen Erkenntnisse gewonnen werden können, liefert Pirelli spezielle Showreifen zu diesem Zweck.

Williams präsentierte zwar offiziell schon ein Auto, dabei handelte es sich jedoch nur um ein Show-Car. Beim Launch wurde hauptsächlich der neue Sponsor und die damit einhergehende Lackierung gezeigt. Das Showcar bestand aus dem 2018er Fahrzeug mit neuem Flügel.

Renault-Filmtag ebenfalls in Gefahr

Williams ist nicht das einzige Team, das spät dran ist mit dem aktuellen Boliden. Auch von Renault ist zu hören, dass der angesetzte Filmtag zumindest fraglich ist. Möglicherweise müssen auch die Franzosen ihr Debüt auf Barcelona verschieben.

Für die Ingenieure ist es eine schwierige Wahl: Wollen sie das Auto früher auf die Strecke bringen, um Funktionstests durchführen zu können, verlieren sie Entwicklungszeit, weil die Teile früher in Produktion gehen müssen. Aus diesem Grund gibt es heutzutage auch kaum mehr richtige Fahrzeugpräsentationen.


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