Formel 1

Technik-Sorgen: Mercedes fürchtet erneut um Motor-Upgrade

Mercedes musste schon beim Formel-1-Rennen in Kanada das geplante Motor-Upgrade verschieben. Auch in Frankreich scheint es Probleme zu geben.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Wäre Lewis Hamilton Angela Merkel, würde die Formel-1-Motorenfabrik von Mercedes wohl kurz vor dem Aus stehen. "Ich habe mit Andy [Cowell, Mercedes Motorenchef] mehrmals telefoniert und ich habe größtes Vertrauen in ihn und seine Mannschaft", sagte Hamilton vor dem Frankreich GP.

Doch bei Mercedes selbst ist man offenbar nicht ganz so zuversichtlich. Schon beim Kanada GP musste das eigentlich geplante Motorenupgrade verschoben werden. Schuld daran waren Qualitätsprobleme, die man unmittelbar zuvor auf dem Prüfstand in Brixworth entdeckt hatte.

Qualitätsprobleme bei Mercedes noch nicht behoben?

Um keine Upgrade-Möglichkeit zu verpulvern, setzte Mercedes in Montreal gar keine neuen Motorkomponenten ein, stattdessen mussten alle Mercedes-befeuerten Piloten mit ihren ersten Motoren auskommen.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem Frankreich GP: (07:30 Min.)

Doch auch vor dem Frankreich GP scheint es beim Dauerweltmeister der letzten Jahre nicht ganz rund zu laufen. Denn offenbar ist noch immer unklar, ob die Qualitätsprobleme behoben werden konnten.

Mercedes: Motor-Klarheit erst am Freitag

Mercedes will erst am Freitag nähere Angaben dazu machen, welche Motoren in die Autos kommen. Konnten die Probleme nicht behoben werden, könnte Mercedes zwar neue Motoren einsetzen, allerdings ohne das geplante Upgrade. Mercedes würde also einen zweiten Satz der Spec 1 Motoren in den Umlauf bringen.

Eine von lediglich zwei Upgrade-Möglichkeiten über die ganze Saison wäre damit dahin. Allerdings ist es riskant, mit den alten Motoren auch noch den Frankreich GP zu bestreiten. Le Castellet ist bereits das achte Rennen der Formel-1-Saison 2018, in der Theorie muss ein Motor sieben Rennen halten - eigentlich wären danach nur noch Freitags-Einsätze geplant.

Alter Motor in Frankreich wäre großes Risiko

Nach Montreal ist Paul Ricard die zweite Motorenstrecke in Folge. Die langen Geraden und Vollgas-Passagen sorgen für einen hohen Vollgas-Anteil.

Titel-Rivale Sebastian Vettel glaubt aber nicht an einen großen Nachteil für die Konkurrenz: "Ich kann nicht für sie sprechen, aber ich wäre überrascht, wenn das so einen großen Einfluss hätte. Ich glaube sie sind sehr stark, egal was passiert. Auf manche Strecken ist man einfach besser, auf manchen schlechter. Wenn sie so einen Vorsprung haben wie in Barcelona, sind sie sicher auch mit einem alten Motor vorne..."


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