Für Alex Marquez wird der Grand Prix am Sachsenring eine besondere Herausforderung. Erst zwei Wochen zuvor hatte er sich eine Fraktur in der linken Hand bei einem Sturz in Assen zugezogen. Nach erfolgreicher Operation will der Gresini-Pilot alles tun, um seine WM-Chancen aufrecht zu erhalten. Dabei ist sein Start im Rennen noch gar nicht endgültig gesichert.
Alex Marquez muss erneuten Check bestehen: Kann gesamtes Wochenende fahren!
Der Spanier erhielt beim Medizincheck am Donnerstag nur eine Starterlaubnis unter Vorbehalt. Nach dem ersten freien Training muss er sich noch einmal einer Untersuchung stellen. Er selbst ist aber zuversichtlich: "Ich hatte eine Untersuchung bei Dr. Charte und im Moment ist mein Hauptziel das FP1. Wir werden sehen, wie es mir körperlich geht und dann werden wir weiter entscheiden. Aber ich fühle mich so, als ob ich das gesamte Wochenende absolvieren kann."
Dabei hatte er 'Glück', welche Hand es in Folge der unglücklichen Berührung mit Pedro Acosta bei der Dutch TT erwischt hatte: "Zum Glück ist es die linke Hand. Mit der rechten Hand wäre es unmöglich zu fahren, wenn du die Vorderbremse betätigen willst. Mit Links ist es aber mehr als möglich." Außerdem betont er den Erfolg der Operation: "Der Bruch verursacht keine Schmerzen, das verlief sehr gut."
Dennoch erschien der WM-Zweite am Donnerstag mit einer Karbon-Schiene an der linken Hand. "Das ist mehr, um zu schützen. Einfach zu vermeiden, dass mich da etwas trifft", entwarnt er. Dasselbe Prozedere will er auch auf seiner Ducati anwenden: "Sicher werde ich etwas im Handschuh platzieren, um mich zu schützen. Das werde ich auf dem Motorrad ausprobieren und auch verschiedene Lenkergriffe versuchen."

WM-Chance treibt Alex Marquez zum MotoGP-Comeback: Würde mich sonst ausruhen
Bei aller Zuversicht musste der jüngere der beiden Marquez-Brüder dann doch zugeben, dass ihn vor allem der WM-Kampf zum schnellen Comeback treibt: "Wenn ich in der Lage vom letzten Jahr wäre, dann hätte ich es vorgezogen, mich zu erholen, statt zurückzukehren. Aber wenn du um eine Weltmeisterschaft kämpfst, dann willst du zurückkommen."
Und auch mit einem leichten Handicap will der 29-Jährige so überraschen, wie ihm das schon die gesamte Saison gelungen ist: "Wir stehen nicht da, wo uns diese Leute vor der Saison erwartet haben. Wir liegen inmitten der beiden Werksducatis. Vor uns ein achtmaliger Weltmeister mit Marc und hinter uns ein dreimaliger Weltmeister mit Pecco. Es ist superschön und war zu Beginn nicht realistisch. Jetzt sind wir hier, um dieses Potential erneut zu zeigen. Wenn du so eine Chance hast, dann musst du sie ergreifen."
Während Alex Marquez also kämpfen will, stapelt Bruder Marc Marquez einmal wieder tief:



diese MotoGP Nachricht