Formel 1

Formel 1 Kanada: Stroll sorgt für Crash, Hartley nach Check ok

Crash gleich am Start des Kanada GP 2018 in Montreal. Der Williams von Lance Stroll bricht seltsam aus und räumt Brendon Hartley ab.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Schlechter konnte der Kanada GP für die heimischen Fans nicht beginnen. Nur wenige Kurven nach dem Start sorgt ein Unfall für das Aus von Local Hero Lance Stroll. Der Williams-Pilot hatte den Crash mit dem Toro Rosso von Brendon Hartley jedoch selbst ausgelöst.

Was war passiert? Nach einem guten Start befand sich Lance Stroll in der Anfahrt zur zweiten Schikane auf der Innenbahn neben Hartley, als plötzlich das Heck des FW41 kam.

Claire Williams ratlos: Was war da denn los?

Normalerweise geht diese Kurve fünf leicht voll, doch Stroll verlor auf seltsame Weise das Auto und drückte Hartley, der unmittelbar neben ihm fuhr, in die Mauer. Die Autos schossen wild übereinander, das sah gefährlich aus. Wie konnte das passieren? "Das spielt jetzt keine Rolle, entscheidend ist, dass er raus ist", wusste auch Teamchefin Claire Williams bei Sky UK keinen Rat, wieso das Auto so merkwürdig ausgebrochen war.

"Er hatte so einen guten Start - wie Lance ihn immer hat. Er ist immer klasse in der ersten Runde. Sehr, sehr enttäuschend. Er hatte heute ein gutes Rennen verdient, ich bin sicher, dass er sauer ist", ergänzte die Britin. "Das Auto ging einfach weg, ich wollte es korrigieren, aber da war einfach nicht viel Platz", sagt Stroll selbst. Für beide Unfallgegner war der Kanada GP damit beendet. Beide Fahrer stiegen augenscheinlich unverletzt sofort aus, mussten jedoch beide ins Medical Center, Hartley später sogar zum Scan ins Krankenhaus. Aber nur als Vorsichtsmaßnahme, sodass es letztlich Entwarnung gab, wie die FIA mitteilte.

Keine Strafe für Crash Stroll/Hartley

Das Safety Car kam nach dem Unfall auf die Strecke. Die Rennleitung untersuchte den Zwischenfall, sprach jedoch keine Strafe aus, Rennunfall also. Begründung: "Auto Nummer 18 hat das Heck in Kurve fünf verloren. Weil beide Autos ganz nah beieinander waren als sie kollidierte, ist kein Fahrer vorrangig für den Unfall zu beschuldigen."

Direkt beim Re-Start kam es zum nächsten Vorfall - dieses Mal kamen sich Sergio Perez und Carlos Sainz ins Gehege - jedoch weitaus harmloser. Perez drehte sich nach leichtem Kontakt in Kurve eins allerdings weg. Auch dieser Vorfall wurde untersucht, auch hier keine Strafe - obwohl Perez das am Funk vehement mit einer schwarzen Flagge gefordert hatte.


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