Formel 1

Formel 1: Räikkönen über Monaco-Ärger: Nie sauer auf Ferrari

Kimi Räikkönen kehrt in Monaco zurück an den Ort des bittersten Moments 2017: Trotz Pole Sieg an Sebastian Vettel verloren. Wegen Ferrari? Kimi stellts klar
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen galt nie als größter Monaco-Spezialist der Formel 1. Doch bei der 2017er Ausgabe des Grand Prix im Fürstentum ließ der Ferrari-Pilot vor einem Jahr den Hammer fallen. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand der Finne mal wieder auf Pole. Im Rennen am Sonntag jedoch verlor Räikkönen trotz halber Monaco-Miete den Sieg - an Teamkollege Sebastian Vettel.

Hatte Ferrari den Deutschen aufgrund besserer WM-Chancen bewusst durch einen Overcut an Räikkönen vorbeigeschleust? So schlossen zahlreiche Beobachter, aufgrund der Situation, aber auch der völlig versteinerten Mimik Kimi Räikkönens auf dem Podium. Dem Finnen war der Ärger mehr als nur anzusehen.

Kimi Räikkönen: Sauer auf verpassten Sieg, nicht Ferrari

Ein Jahr später kehrt Räikkönen zurück ins Fürstentum (anders als die Mehrheit der F1-Stars wohnt der Finne dort ja nicht ohnehin) und muss noch einmal auf die schon viel diskutierten Geschehnisse des Vorjahres zurückblicken. Dabei stellt der Iceman ein für alle Mal klar: Sein Ärger galt gar nicht Ferrari oder gar Vettel.

"Klar war ich nicht zufrieden. Aber ich war nicht zufrieden, weil ich gewinnen will. Die Leute haben versuchst, da eine große Geschichte raus zu machen. Aber ich war einfach verärgert, weil ich gewinnen will. Ich war nicht sauer auf das Team oder darauf, dass Seb gewonnen hat. Ich war sogar happy mit dem Doppelsieg, aber ich war eben nicht zufrieden, selbst nicht gewonnen zu haben. So einfach ist das", sagt Räikkönen vor dem 2018er Rennwochenende in Monaco.

Räikkönen: Starkes Monaco-Vorjahr garantiert mir 2018 nichts

"Ich war schon oft Zweiter, habe es knapp verpasst. Und auch, wenn ich dieses Jahr wieder Zweiter werden sollte, würde ich nicht zufrieden sein", ergänzt der Finne. Nicht wenige haben den Iceman auch 2018 jedoch ganz weit oben auf der Rechnung in Monaco. Immerhin bestach Räikkönen am Großteil der bisherigen Wochenenden mit starker Pace, fuhr, was die perfekte Runden (Addition der persönlich besten Sektorzeiten) angeht, potentiell schon zwei Mal Pole.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem Monaco GP: (06:24 Min.)

Bringt es Räikkönen wieder in Monaco erstmals in einem Umlauf zusammen? "Es ist unmöglich zu sagen, wer der Schnellste sein wird und wie es werden wird. Wir fangen morgen mal mit unserem normalen Programm an", winkt der Finne ab. Hoffnungsvoller als sonst ist Räikkönen jedenfalls nicht, nur weil er 2017 einen starken Monaco GP lieferte.

Räikkönen: "Jedes Rennen und jedes Jahr lernst du andere Dinge. Wir gehen es also gar nicht unbedingt an wie vergangenes Jahr. Es sind andere Autos, andere Reifen ... Klar, es ist hier ein besonderes Wochenende, es braucht hier mehr als auf einem normalen Kurs und du musst auch der Streckenentwicklung folgen, die über das Wochenende ordentlich voranschreitet. Nur so ist das Auto immer da, wo du es haben willst", weiß der Routinier jedoch exakt um die besonderen Erfordernisse im Fürstentum. "Dann musst du eben alles korrekt eingestellt haben - wenn es um die schnellen Runden geht. Nur so kannst du pushen wie du willst und dich auf das Auto verlassen, ein gutes Gefühl haben."

Räikkönen: Monaco-Ergebnis genauso wichtig wie jedes andere

Bedeuten würde dem Finnen in Monaco ein gutes Ergebnis - und als solches bezeichnet er einzig seinen ersten Monaco-Sieg seit 2005 - jedoch nicht mehr als überall anders auch. "Du bekommst hier nicht mehr Punkte als irgendwo anders auch. Es ist hier einfach nur eine große Herausforderung", sagt Räikkönen.

"Hoffentlich wird es nicht zu eng und ich berühre die Mauern nicht zu sehr", ergänzt der Ferrari-Pilot. Doch selbst mit einer eigenen Top-Leistung muss es in Monaco nicht reichen, ergänzt Räikkönen. "Selbst wenn du der Schnellste bist garantiert dir das nicht, dass du gewinnen wirst. Denn es können so viele Dinge geschehen", so Räikkönen, das Vorjahr doch noch immer ziemlich präsent im Hinterkopf.


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