Formel 1

Formel 1 Spanien: Magnussen für gefährliche Aktion verwarnt

Kevin Magnussen fällt auch beim Spanien GP in Barcelona unangenehm auf. Schon im Training leistet sich der F1-Fahrer eine unnötige Aktion. Leclerc erbost.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Bad-Boy Kevin Magnussen hat es schon wieder getan. Der kompromisslose Däne des Haas F1 Teams mit der harten - oft zu harten - Fahrweise fährt sich nach diversen Auffälligkeiten beim vergangenen F1-Rennen in Baku auch beim Spanien GP wieder auf negative Weise ins Rampenlicht.

In Barcelona geschieht es allerdings bereits im Training. Ganz am Ende der ersten Session behindert Magnussen Ende der Runde den Sauber von Charles Leclerc. Der Monegasse kann so die Batterie nicht richtig für seine folgende schnelle Runde aufladen.

Leclerc schimpft: Immer Magnussen!

Doch kaum hat die begonnen folgt erst die üblere Aktion erst noch. Magnussen - noch immer vor Leclerc - zieht auf seiner eigenen Cool-Down-Lap plötzlich nach rechts als Leclerc - auf einer schnellen Runde - ihn überholen will. Ein Manöver wie im Rennen. Aber im Training.

Leclerc schäumte am Funk vor Wut. "Ich habe erst später aufladen können, weil Magnussen verstehen muss, dass er nicht alleine auf der Strecke ist. Ehrlich mal ... ich meine - er ist auf einer langsamen Runde und bleibt auf der Linie. Jedes Mal ist es er. Jedes Mal", so der Rookie. Am Kommandostand von Alfa Romeo Sauber kommentierte Teamchef Frederic Vasseur die Szene nur mit einem ungläubigen Kopfschütteln.

Stewards verwarnen Magnussen: Potentiell gefährlich

Kurz darauf war es dann auch schon passiert: Die Stewards leiteten eine Ermittlung gegen Magnussen ein. Um 14:16 Uhr Ortszeit gaben sie daraufhin ihr Urteil bekannt: Magnussen kommt mit einem blauen Auge davon, kassiert nur eine Verwarnung. Für den Dänen ist es die erste Verwarnung in der Saison. Bei drei wird ein Fahrer beim folgenden Rennen um zehn Positionen strafversetzt. Eine Verwarnung ist für Magnussen deshalb deutlich vorteilhafter als Strafpunkte, weil er hier bereits auf sieben kommt. Bei zwölf würde sogar eine Rennsperre erfolgen.

"Mir egal, ob mich die anderen Fahrer für dreckig halten, solange ich keine Strafe bekomme, ist alles gut", hatte Magnussen erst am Donnerstag im Exklusiv-Interview mit Motorsport-Magazin.com gesagt. Im aktuellen Fall hat das exakt funktioniert.

Magnussen: Solange keine Strafe, gelte ich gerne als dreckig

Doch warum überhaupt die Milde? Nicht ganz einfach. Magnussen habe bei seiner Vorladung geschildert, bei der ersten Aktion gegen Leclerc selbst noch gelbe Flagge gesehen zu haben, sei deshalb langsam gewesen. Nach Studium von Onboards, TV-Bildern und Marshaling-Daten sahen die Stewards Magnussens Version zu diesem Fall jedoch als bestätigt an. Zudem habe Magnussen nicht ahnen können, dass bei Leclerc die gelben Flaggen schon wieder aufgehoben waren, der Sauber entsprechend ungebremst fuhr. Magnussen musste also nicht mit einem schnellen Auto unmittelbar hinter ihm rechnen. Deshalb habe es sich nicht um unnötiges Behindern gehandelt.

Die zweite Szene auf Start/Ziel jedoch begeisterte die Stewards weniger. Die Fahrer hätten zwar eine Kollision vermeiden können, doch sei die Aktion potentiell gefährlich gewesen und deshalb ein Regelbruch, bestraft mit einer Verwarnung.

Kevin Magnussen, am Ende des Trainingstages auf das Thema angesprochen, verweigerte einen Kommentar: "Damit beschäftige ich mich nicht. Das Wochenende ist lang genug, es gibt genug andere Dinge, mit denen ich mich beschäftigen muss."


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