Formel 1

Formel 1, Stroll von Villeneuve genervt: Höre ihm nicht mehr zu

Jacques Villeneuve sorgte zuletzt mit einer Sabotage-Theorie rund um Robert Kubica und Williams für Aufsehen. Lance Stroll zeigte sich in Bahrain genervt.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Jacques Villeneuve äußerte unlängst eine durchaus wilde Theorie. Robert Kubica würde bei Williams absichtlich seine Stammfahrer-Kollegen sabotieren, um seine eigenen Chancen auf ein Renncockpit zu erhöhen. Lance Stroll bezog in Bahrain Stellung zum Landsmann - wenn auch nicht ganz freiwillig.

Als er in seiner Medienrunde am Donnerstag darauf angesprochen wurde, wiegelte der 19-Jährige zunächst ab. "Nein", hieß es. Er habe nicht gelesen, was Villeneuve vor einigen Wochen in die Welt gesetzt hatte. Eine Meinung dazu habe er dementsprechend nicht.

"Weil ich es nicht gelesen habe. Ich habe nichts davon gehört, also werde ich es nicht kommentieren", gab Stroll sich zunächst abgeklärt. Villeneuve hatte behauptet, dass Kubica seine Position als Entwicklungsfahrer nutzt, um das Auto auf den eigenen Leib zu schneidern und Sirotkin und Stroll damit das Leben schwer zu machen.

Zu diesem Punkt äußerte sich Stroll also nicht. Ganz kalt lassen ihn die Sticheleien des Weltmeisters von 1997 trotz aller Abgeklärtheit aber offenbar doch nicht. "Ich meine, er hätte letztes Jahr auch gesagt, dass ich der schlechteste Rookie aller Zeiten bin", holte Stroll zum Gegenschlag aus.

Stroll: Habe andere Prioritäten als die Statements von Villeneuve

Allerdings habe sich Villeneuve ja schon in diesem Fall geirrt, wie Stroll hervorhob: "Als ich das letzt mal nachgeschaut habe, war ich auf dem Podium, bin aus der ersten Reihe gestartet, habe 40 WM-Punkte geholt und war nur drei Punkte beziehungsweise einen Platz hinter meinem Teamkollegen, der 16 Jahre Erfahrung hatte."

"Ich wüsste also nicht, warum ich Jacques noch zuhören sollte", schob er nach. Stroll, der schon seit seinem Einstieg in die Formel 1 2017 regelmäßiger Kritik ausgesetzt ist, hatte stets bekräftigt, die Worte der Kritiker nicht auf die Goldwaage zu legen.

Daran hat sich auch 2018 nichts geändert: "Ich bin nicht gewillt, über ihn [Jacques Villeneuve] zu sprechen. Ich habe größere Dinge vor mir, auf die ich mich fokussieren muss. Aber auch so gibt es sehr viele andere Prioritäten auf meiner Liste."


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