Formel 1

Formel 1, Abu Dhabi: Ferrari setzt bei Reifenwahl auf Angriff

Beim Formel-1-Finale 2017 in Abu Dhabi setzten Mercedes, Ferrari & Co. auf volle Attacke. Das gesamte Feld stürzt sich auf Pirellis Ultrasoft-Reifen.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Ein letztes Mal in der Formel-1-Saison 2017 hat Pirelli die Reifenwahl der Teams veröffentlicht. Beim Finale in Abu Dhabi stehen den Teams abermals die drei weichsten Mischungen der Italiener zur Verfügung. Bei der Wahl zwischen Soft, Supersoft und Ultrasoft sind sich die zehn Teams für das Rennen auf dem Yas Marina Circuit einig wie selten zuvor.

Das gesamte Feld reist mit jeder Menge Ultrasoft-Reifen zum 20. Saisonrennen. Bis auf zwei Fahrer haben alle mindestens neun Sätze von Pirellis weichster Reifenmischung dabei. Lediglich bei Renault müssen sich Nico Hülkenberg und Carlos Sainz mit acht Sätzen begnügen. Bei den Top-Teams fährt Ferrari die aggressivste Strategie.

Sowohl Sebastian Vettel als auch Kimi Räikkönen haben zehn Sätze Ultrasoft im Gepäck. Mercedes hat für Lewis Hamilton und Valtteri Bottas jeweils einen weniger dabei. Bei Red Bull steht Daniel Ricciardo ein zehnter Satz Ultrasoft zur Verfügung.

In der Ferrari-Garage wird in Abu Dhabi außerdem auf Arbeitsteilung verzichtet. Für beide Fahrer gibt es zwei Sätze Supersoft und einen Satz Soft. Bei Mercedes und Red Bull sieht das anders aus. Hamilton hat jeweils zwei Sätze der härteren Mischungen dabei, Bottas dafür drei Sätze vom Supersoft und nur einen vom Soft.

Bei Red Bull haben beide Fahrer jeweils nur einen Satz Soft-Reifen dabei. Ricciardo kann beim Finale auf zwei Sätze Supersoft zurückgreifen, Verstappen auf drei. Richtig interessant wird die Reifenwahl hinsichtlich der Weltmeisterschaft aber nur noch im Mittelfeld.

Renault versucht Toro Rosso mit Plus an Supersoft auszustechen

Zwischen Toro Rosso, Renault und Haas geht es beim letzten Rennen des Jahres um den sechsten Platz in der Konstrukteurs-WM. Das französische Werksteam hat vier Punkte Rückstand auf seinen eigenen Motoren-Kunden, Toro Rosso. Renault hat dementsprechend mehr zu gewinnen als zu verlieren, weshalb die Strategen dort anders entschieden haben.

Hülkenberg und Sainz haben mit vier Sätzen Supersoft wohl das größte Kontingent dieser Mischung, denn Flexibilität kann am Ende im Kampf um die letzten WM-Zähler entscheidend sein. Bei Haas hat man sich hingegen etwas breiter aufgestellt: Kevin Magnussen und Romain Grosjean haben jeweils zwei Sätze von Soft und Supersoft dabei.

Bei Toro Rosso sind die Rookies Gasly und Hartley auf identischen Strategien unterwegs. Für die Jungbullen gibt es jeweils neun Sätze Ultrasoft, drei Sätze Supersoft und einen Satz Soft.


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