Formel 1

Formel-1-Kracher: Palmer verliert Renault-Cockpit schon früher

Jolyon Palmer fährt in Japan sein letztes Rennen für Renault. Der Formel-1-Pilot verliert sein Cockpit wohl an Carlos Sainz.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Nun also doch: Jolyon Palmer fährt die Formel-1-Saison 2017 nicht zu Ende. Wie der Brite etwas überraschend via Social Media Post verkündete, wird der bevorstehende Japan GP in Suzuka sein letztes Rennen für Renault. Wenig nach Palmers Posting folgte die offizielle Bestätigung von Renault. Sainz wird schon beim US GP in Austin im Werks-Renault sitzen.

Das dadurch vakante Toro-Rosso-Cockpit erhält Daniil Kvyat zurück, der in Japan und Malaysia durch Pierre Gasly ersetzt wurde. Gasly darf damit die Formel-1-Saison 2017 bei Toro Rosso zu Ende fahren, verpasst deshalb aber das Finale der japanischen Super Formula, wo er um den Titel fährt.

"Der morgige Japan GP wird mein letztes Rennen für Renault", schrieb Palmer auf Instagram. "Mit meiner Strafversetzung starte ich fast ganz am Ende des Feldes aber ich werde wie immer alles geben. Vielen Dank an alle für die Unterstützung in den letzten zwei Jahren, das bedeutet mir viel!"

Renault hatte bereits beim Singapur GP bekanntgegeben, dass Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz Palmer 2018 ersetzen und an der Seite von Nico Hülkenberg fahren wird. Damals zeigte sich Palmer noch unbeeindruckt von den Gerüchten, er würde die Saison nicht zu Ende fahren. "Ich habe einen Vertrag bis zum Ende der Saison", sagte Palmer selbstbewusst.

Ganz überraschend kommt Palmers frühzeitiger Abschied aber nicht: Auch wenn sich der ehemalige GP2-Champion zuletzt etwas fing, wirklich überzeugen konnte er in der Formel 1 nie. Im Qualifying-Duell 2017 gegen Nico Hülkenberg liegt er mit 16:0 hinten.

"Ich möchte Jolyon für seinen Einsatz für das Team und seine Professionalität danken", sagte Renault Teamchef Cyril Abiteboul. "Seit Renaults Formel-1-Rückkehr war Jolyon hochmotiviert in einem sich entwickelnden Umfeld. Er hat menschliche Größe gezeigt und wir wünschen ihm alles Gute für seine zukünftigen Karriere."

Renault hätte Palmer wohl gerne schon früher ausgewechselt, allerdings beharrte der Pilot auf die Einhaltung seines Vertrages. Vor der Sommerpause testete Renault sogar Robert Kubica beim offiziellen Test nach dem Ungarn GP.


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