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Statistik-Check China GP: Das ist der Shanghai-Spezialist

Der große Statistik-Check bei Motorsport-Magazin.com: Welcher aktuelle F1-Pilot hat nach Zahlen in China die Nase vorn?
von Chris Lugert & Haris Durakovic

Motorsport-Magazin.com - Nachdem wir bereits für den Australien GP den absoluten Spezialisten unter den aktuellen Fahrern gesucht haben, geht es heute um den anstehenden Lauf in China. Um den Meister der jeweiligen Rennstrecke zu finden, vergeben wir Punkte in den vier Kategorien Sieg, Podium, Pole Position und schnellste Runde. In die Wertung fließen ausschließlich die aktiven Fahrer in diesem Jahr ein. Wer am Ende die meisten Punkte sammelt, darf sich Strecken-Spezialist nennen.

Der Punkteschlüssel

  • Sieg - 10 Punkte
  • Podium - 7 Punkte
  • Pole Position - 5 Punkte
  • Schnellste Runde - 3 Punkte

Die Strecke: Shanghai International Circuit in Shanghai: Seit 2004 gehört der von Hermann Tilke entworfene Kurs zum Rennkalender der Formel 1. In diesem Jahr steht also die 14. Auflage auf dem Programm. Auch wenn das Rennen bis heute eher kritisch gesehen wird, lieferte es bereits einige denkwürdige Momente. 2007 schied Lewis Hamilton aus, weil er mit abgefahrenen Regenreifen an der Boxeneinfahrt in das damals noch vorhandene Kiesbett rutschte. Schlussendlich kostete ihm dieser Ausfall den WM-Titel in jenem Jahr.

Kategorie 1: Die Siege

Mit vier Siegen ist Lewis Hamilton der König (oder auch Kaiser) des China GP. Kein anderer Fahrer kommt auf diesen Wert. Entsprechend erhält Hamilton in unserer Rechnung 40 Punkte. Auf Platz zwei der aktiven Fahrer liegt Fernando Alonso, der 2006 und 2013 gewann. Der Spanier bekommt 20 Punkte. Jeweils zehn Punkte erhalten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel, die beide je einen China-Sieg auf dem Konto haben.

Lobenswerte Erwähnung: Auch Nico Rosberg konnte den China GP zweimal gewinnen, hätte damit also ebenso viele Punkte wie Alonso bekommen.

Die Siege im Überblick

Fahrer Siege Jahre Teams Punkte
Lewis Hamilton 4 2008, 2011, 2014, 2015 McLaren, Mercedes 40
Fernando Alonso 2 2005, 2013 Renault, Ferrari 20
Kimi Räikkönen 1 2007 Ferrari 10
Sebastian Vettel 1 2009 Red Bull 10

Kategorie 2: Die Podestplätze

Wenngleich Lewis Hamilton vier Siege auf dem Konto hat: Aus Fairnessgründen zählen die Siege nicht noch zusätzlich in die Rangliste der Podestplätze. Somit ist Kimi Räikkönen hier ganz vorne mit vier zweiten oder dritten Plätzen. Damit sammelt der Finne insgesamt 28 Punkte in unserem Ranking. Es folgt Hamilton, der neben seinen vier Siegen drei weitere Male auf dem Podium stand. Punktgleich mit dem Briten gehen aus dieser Statistik Sebastian Vettel und Fernando Alonso hervor. Zweimal schaffte Felipe Massa in China den Sprung auf das Podium, 2007 und 2008. Der letzte Fahrer in dieser Wertung ist Daniil Kvyat, dessen dritter Platz aus dem Vorjahr noch präsent ist.

Lobenswerte Erwähnung: Nico Rosberg und Jenson Button, die beide vor der Saison zurückgetreten sind, hätten in dieser Kategorie ordentlich Punkte sammeln können. Rosberg gelangen abzüglich seiner zwei Siege drei Podestplätze, Button ebenso. Buttons erster Besuch auf dem Podium in China stammt übrigens aus dem Premierenrennen 2004, als er hinter Rubens Barrichello Zweiter wurde.

Die Podestplätze im Überblick

Fahrer Podiums Jahre Teams Punkte
Kimi Räikkönen 4 2004, 2005, 2008, 2013 McLaren, Ferrari, Lotus-Renault 28
Lewis Hamilton 3 2008, 2012, 2013 McLaren, Mercedes 21
Sebastian Vettel 3 2011, 2015, 2016 Red Bull, Ferrari 21
Fernando Alonso 3 2006, 2007, 2014 Renault, McLaren, Ferrari 21
Felipe Massa 2 2007, 2008 Ferrari 14
Daniil Kvyat 1 2016 Red Bull 7

Kategorie 3: Die Pole Positions

Mit fünf Pole Positions ist Lewis Hamilton der unbestreitbare Herrscher des chinesischen Samstags. Gleich in seiner Debüt-Saison 2007 fuhr er auf den ersten Startplatz, ehe er seinen Boliden später im Rennen im Kies versenkte. Satte dreimal gelang Sebastian Vettel der Sprung auf die Pole, er sammelte diese sogar am Stück von 2009 bis 2011. Mit Fernando Alonso gibt es nur einen weiteren aktiven Fahrer, der in China bislang die schnellste Zeit im Qualifying gefahren ist.

Lobenswerte Erwähnung: Die Zahl der aktiven Fahrer, die in China auf Pole gefahren sind, ist also überschaubar. Nico Rosberg hätte es aber ebenfalls in diese Liste geschafft, er sammelte wie Alonso zwei Pole Positions.

Die Pole Positions im Überblick

Fahrer Poles Jahre Teams Punkte
Lewis Hamilton 5 2007, 2008, 2013, 2014, 2015 McLaren, Mercedes 25
Sebastian Vettel 3 2009, 2010, 2011 Red Bull 15
Fernando Alonso 2 2005, 2006 Renault 10

Kategorie 4: Die schnellsten Rennrunden

Sie ahnen es bereits? Richtig - Lewis Hamilton hat auch die meisten schnellsten Rennrunden zu Buche stehen. Dreimal gelang es ihm, im Laufe des Rennens die Bestzeit zu erzielen. Insgesamt zeigt sich in dieser Kategorie eine deutlich höhere Vielfalt als noch im Ranking zuvor. Gleich sechs aktive Fahrer sammelten in Shanghai bereits eine schnellste Rennrunde. Darunter auch: Nico Hülkenberg, dem das im vergangenen Jahr gelang.

Lobenswerte Erwähnung: Ja, auch hier ist Nico Rosberg wieder dabei. Wen wir aber auf gar keinen Fall unterschlagen wollen, ist Kamui Kobayashi. Der Japaner fuhr 2012 die schnellste Runde des China GP. Damit bewegt er sich in dieser Liste auf einem Level mit Größen wie Sebastian Vettel, Fernando Alonso oder Felipe Massa.

Die schnellsten Rennrunden im Überblick

Fahrer Schnellste Runden Jahre Teams Punkte
Lewis Hamilton 3 2008, 2010, 2015 McLaren, Mercedes 9
Kimi Räikkönen 1 2005 McLaren 3
Fernando Alonso 1 2006 Renault 3
Felipe Massa 1 2007 Ferrari 3
Sebastian Vettel 1 2013 Red Bull 3
Nico Hülkenberg 1 2016 Force India 3

Ergebnis: Der Shanghai-Spezialist

Wen wundert's? Einmal mehr ist Lewis Hamilton der Mann der Stunde. Mit einem beachtlichem Vorsprung von 41 Punkten setzt er sich vor Fernando Alonso. Der Brite ist nahezu in jeder der vier Kategorien in China absolute Spitze. Allein vier Siege bringen ihm 40 Punkte ein, doch auch in der Kategorie Pole Positions und schnellste Runden kann ihm kein anderer aktiver Pilot das Wasser reichen. Platz zwei geht diesmal an Fernando Alonso, der sich denkbar knapp vor Sebastian Vettel hält. Fünf Punkte trennen den ehemaligen vom aktuellen Ferrari-Piloten. Hinter Vettel reiht sich sein Teamkollege Räikkönen ein, der in der Kategorie Podiums die Nase vorne hat. Viermal stand der Finne in China bereits auf dem Podest. Felipe Massa auf Platz fünf zehrt von seiner Ferrari-Vergangenheit. In Rot fuhr er zweimal unter die besten Drei und eine schnellste Runde gelang ihm zudem. Daniil Kvyat reiht sich unter die China-Spezialisten dank seines dritten Platzes 2016 ein. Nico Hülkenberg fuhr im selben Jahr die schnellste Runde - Platz sieben für den Deutschen.

Lobenswerte Erwähnung: Nico Rosberg wäre zweifellos dicht auf den Versen von Lewis Hamilton. Zwei Siege und zwei zweite Plätze gehen auf das Konto des Deutschen. Zudem stellte er den Silberpfeil in zwei Rennen auf den ersten Startplatz und fuhr 2014 die schnellste Rennrunde.

Das Ergebnis im Überblick

Platzierung Fahrer Siege Podiums Poles Schnellste Runden Rennen gesamt Punkte gesamt
1. Lewis Hamilton 4 3 5 3 10 95
2. Fernando Alonso 2 3 2 1 13 54
3. Sebastian Vettel 1 3 3 1 10 49
4. Kimi Räikkönen 1 4 - 1 11 41
5. Felipe Massa - 2 - 1 13 17
6. Daniil Kvyat - 1 - - 3 7
7. Nico Hülkenberg - - - 1 7 3

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