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Wehrlein: Wegen King beide Trainings verloren

Pascal Wehrlein war im 1. Training in Austin zum Zuschauen verdammt. Bei Motorsport-Magazin.com erklärt der Manor-Rookie, warum er beide Trainings verlor.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Pascal, du hast dich während des 2. Trainings über Unterstern in langsamen und mittelschnellen Kurven beschwert...
Pascal Wehrlein: Woher weißt du das denn?

Tja, wir haben da so unsere Quellen. Also, habt ihr die Ursachen schon gefunden?
Pascal Wehrlein: Jordan (King, Ersatzfahrer;d.Red.) saß anstelle von mir beim 1. Training im Auto. Er hat andere Vorlieben als ich, was den Fahrstil angeht. Das war eigentlich der Grund. Ich hatte den Eindruck, dass das Auto untersteuerte. Ich bevorzuge stattdessen Übersteuern.

Hast du das Setup von King übernommen oder das von Esteban Ocon?
Pascal Wehrlein: Ich hatte Jordans Setup aus dem 1. Training. Die Einstellungen am anderen Auto waren etwas anders. Das ist aber normal. Neue Fahrer bevorzugen immer ein untersteuerndes Auto, um auf der sicheren Seite zu sein und sich wohler zu fühlen. Je sicherer du mit dem Auto wirst, desto mehr tendierst du in Richtung Übersteuern, um das Maximum herausholen zu können.

Neue Fahrer bevorzugen immer ein untersteuerndes Auto, um auf der sicheren Seite zu sein.
Pascal Wehrlein

Dann hast du im Prinzip beide Trainings verloren...
Pascal Wehrlein: Ja. Es ist natürlich nicht gut, das 1. Training auszusetzen und dann mit einem Setup zu starten, das nicht ideal ist. Eigentlich war ich aber zufrieden mit der 2. Session - die war besser als an den beiden vorangegangenen Trainings, wo ich Probleme mit dem Auto hatte. Heute hatte ich mit dem Auto keine Schwierigkeiten und der neue Motor funktionierte ziemlich gut. Jetzt müssen wir das Setup verbessern. Morgen haben wir noch ein Training. Das ist nicht viel Zeit, um sich an die Strecke zu gewöhnen und die richtigen Einstellungen zu finden. Ist aber in Ordnung soweit.

Ocons Pace sah heute vielversprechend aus...
Pascal Wehrlein: Ja, ich hatte aber eine ähnliche Pace. Meine schnellste Rundenzeit bin ich auf den Soft-Reifen gefahren. Er hat seine beste Runde auf den Supersofts erzielt.

Liegt die Strecke euch denn?
Pascal Wehrlein: Nein, das glaube ich nicht. Keine gute Strecke für uns. Sauber sah heute ziemlich konkurrenzfähig aus mit Platz 13 und unser Rückstand auf sie ist zu groß. Sicherlich können wir uns noch verbessern. Ich denke aber nicht, dass wir auch in der Lage sind, auf den 13. Platz zu fahren.


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