Formel 1

Mehr Potenzial vorhanden - Wehrlein lässt den Manor fliegen

Pascal Wehrlein tastet sich in der Formel 1 immer weiter ans Limit. Da tut auch ein Ausrutscher nicht weh. Er hofft, dass Manor noch eine Schippe drauflegt.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Pascal Wehrlein kommt bei seinem Debüt in der Formel 1 immer besser ins Rollen. Am zweiten Tag der Testfahrten in Barcelona spulte der Manor-Rookie 71 Runden ab. Eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 54 Umläufen beim Auftakt. Seine persönliche Bestzeit von 1:25.925 Minuten bedeutete immerhin Platz acht im Reglement.

Um gute zwei Sekunden konnte sich Wehrlein steigern. "Gestern haben wir alle Checks gemacht", sagte er. "Heute haben wir uns mehr auf Setuparbeit und Longruns konzentriert. Wir hatten auch ein paar neue Teile. Ich hoffe, dass wir nächste Woche noch schneller sind."

Pascal Wehrlein kommt mit Manor immer mehr in Schwung - Foto: Sutton

Wehrlein lässt das Auto fliegen

Wehrlein machte sich weiter mit seinem neuen Boliden vertraut, trat aber auch mehr aufs Gas als zuvor. Ein kleiner Ausritt ließ sich während eines Runs nicht vermeiden. Für Wehrlein aber kein Problem, der muss sich mehr und mehr ans Limit herantasten. "Wenn man sich an das Auto gewöhnt hat, dann lässt man es natürlich noch mehr fliegen", sagte der amtierende DTM-Champion gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich habe einfach versucht, so schnell wie möglich zu fahren. Heute hat es auf jeden Fall mehr Spaß gemacht."

Der Anspruch des Teams lautet, weiter in Richtung Mittelfeld der Formel 1 vorzustoßen. Am Dienstag fehlten Wehrlein gut drei Sekunden auf Spitzenreiter Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star hatte allerdings schon die neuen Ultrasoft-Reifen von Pirelli aufgezogen. Kein Vergleich zu Wehrleins Programm. "Wir sind heute mit Soft und Medium gefahren", erklärte er. "Es soll jeder so testen wie er möchte und meint, dass er am meisten Potenzial ausschöpft für die kommende Saison."

Wehrlein schloss den zweiten Tag auf P8 ab - Foto: Sutton

Mehr Potenzial vorhanden

Wehrlein war guter Dinge, dass Manor noch eine Schippe drauflegen kann. Insgesamt sechs Testtage stehen noch zur Verfügung, um startklar zu sein für den Saisonauftakt in Australien. Zwar betonte er wiederholt, dass vieles im Team neu sei und sich jeder erst einarbeiten müsse. Aber: "Ich hoffe, dass wir noch nicht alles gezeigt und nach den zwei Tagen mehr Potenzial haben. Ich denke, dass da noch mehr kommt."

Für den Youngster ist jetzt erst einmal Feierabend angesagt. Teamkollege Rio Haryanto übernimmt den Manor an restlichen beiden Testtagen auf dem Circuit de Catalunya. Schade für Wehrlein, der laut eigener Aussage topfit ist und sogar eine Nachtschicht auf der Strecke einlegen könnte. "Aber wir machen gute Fortschritte", sagte er zuversichtlich. "Ich kann es kaum erwarten, nächste Woche wieder ins Auto zu steigen."


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