Formel 1

Werde weiter hart arbeiten - Vandoorne schielt jetzt schon auf ein Cockpit 2017

Stoffel Vandoorne hat für die Formel-1-Saison 2016 kein Cockpit erhalten. Der GP2-Meister gibt den Traum nicht auf und kämpft umso verbissener weiter.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Stoffel Vandoorne hat ein wahres Rekordjahr hinter sich. Kein Fahrer vor ihm dominierte die GP2 in seinem Meisterjahr derart wie der McLaren-Junior. Nico Rosberg nicht, Lewis Hamilton nicht und auch Nico Hülkenberg nicht. Klar, dass sich der Belgier große Chancen auf einen Sprung in die Formel 1 schon zur kommenden Saison erhofft hatte. Daraus wurde bekanntlich nichts. McLaren hält an seiner Fahrerpaarung Fernando Alonso/Jenson Button fest und bei einem anderen Team kam Vandoorne nicht unter.

Druck gibt es immer. Nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr wusste ich, dass ich in diesem Jahr gewinnen muss.
Stoffel Vandoorne

Umso mehr steht der Belgier unter Druck, für 2017 einen Sitz zu finden. Doch das ist Vandoorne gewohnt, wie er in der Januar-Ausgabe des F1-Racing-Magazins bekennt: "Druck gibt es immer. Nach der Vizemeisterschaft im letzten Jahr wusste ich, dass ich in diesem Jahr gewinnen muss." Und Vandoorne lieferte eine brillante Saison ab mit sieben Siegen und insgesamt 16 Podiumsplatzierungen. "Aber ich glaube, das habe ich gut gemeistert. Ich habe fast jeden Rekord in der GP2 gebrochen, das zeigt, wie stark meine Saison war", unterstreicht Vandoorne.

Vandoorne dominierte die GP2 2015 nach Belieben - Foto: Sutton

Vandoorne: Über den Umweg Japan in die Formel 1?

Umso verwunderlicher, dass der GP2-Meister in der Saison 2016 nicht in der Formel 1 unterwegs sein wird. Doch eine Alternative hat Vandoorne schon in Aussicht. Honda wird den Belgier wohl parallel zu seinem Ersatzfahrer-Job bei McLaren in der japanischen Super Formula platzieren, damit der Belgier wichtige Rennpraxis sammelt. Der Weg über Japan ist nicht neu, in den 1990er-Jahren gingen ihn unter anderem schon Heinz-Harald Frentzen und Ralf Schumacher. "Es gibt nur ein oder zwei Terminkollisionen, von daher ist es möglich, beides zu machen", weiß Vandoorne.

Ich habe kein Cockpit für nächstes Jahr, aber hoffentlich bekomme ich eines für 2017.
Stoffel Vandoorne

Seinen Traum von der Formel 1 gibt Vandoorne noch lange nicht auf. In Japan will er sich noch einmal mit ähnlichem Nachdruck für ein Auto in der Königsklasse empfehlen, wie er dies in der GP2 getan hat. "Ich habe kein Cockpit für nächstes Jahr, aber hoffentlich bekomme ich eines für 2017. Daran arbeite ich ständig", sendet der McLaren-Junior eine Kampfansage schon für die Saison 2017. "Ich habe alles richtig gemacht und alles erfüllt, was man von mir verlangt hat. Und ich werde hart weiter arbeiten. Leider gibt es in diesem Sport keine Garantien."


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