Formel 1

Nick Heidfeld & BMW-Williams besser als erwartet

Während Mark Webber noch nicht ganz in Fahrt kam, überzeugte sein deutscher Teamkollege am Freitag auf Anhieb.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Nach den vielen Negativschlagzeilen der vergangenen Wintertesttage haben wohl nur wenige damit gerechnet, dass BMW-Williams nach den ersten beiden Trainingssessions in Melbourne einen Fahrer auf dem dritten Rang platzieren würde.

"Der erste Tag lief besser, als ich nach den Wintertests erwartet hatte", gestand auch der Überraschungsmann des Tages und werdende Vater Nick Heidfeld ein. "In der ersten Stunde gab es bei meinem Auto ein kleines Elektronikproblem. Deshalb habe ich nicht ganz so viele Runden gefahren wie ursprünglich geplant. Am Nachmittag lief aber alles nach Plan. Insgesamt bin ich mit dem Auftakt zufrieden."

Sein Teamkollege Mark Webber landete jedoch nur auf dem 15. Gesamtrang. "Die ersten Runden hätten wir hinter uns, die Saison hat endlich begonnen", freute sich der Lokalmatador. "Es ging heute um Reifentests bei gleichzeitiger Motorschonung. Wir haben den Reifenvergleich abgeschlossen. In der zweiten Stunde gab es bei meinem Auto ein Problem im Kraftstoffsystem. Es hat etwas Zeit gekostet, aber die Mechaniker haben es ziemlich schnell repariert."

Technikchef Sam Michael beurteilte die Situation wie folgt: "An Marks Auto gab es ein Problem mit einem Benzindruck-Sensor, dadurch hat er in der zweiten Trainingsstunde etwas Zeit verloren. Generell entspricht unser Abschneiden heute in etwa unseren Erwartungen. Jetzt werden wir uns auf die Abstimmung für das morgige Qualifying konzentrieren. Laut Wettervorhersage soll es morgen regnen."

Ob dies Williams und Michelin entgegenkommt bleibt eher zu bezweifeln. Mario Theissen zeigte sich mit dem Verlauf des Auftaktfreitags aber zufrieden. "Wir sind mit dem Verlauf der Freitag-Trainings zufrieden. Die wichtigste Aufgabe ist die Auswahl der richtigen Reifen", betonte der BMW-Motorsportdirektor. "Beide Fahrer haben sich deshalb auf Long-Runs konzentriert, um beide Reifentypen unter Rennbedingungen zu vergleichen. Wir haben zum Reifenvergleich die Motordrehzahl nicht voll ausgereizt, dafür aber die Rundenzahl nicht beschränkt. Beide Fahrer waren überdurchschnittlich viel unterwegs."


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video