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Formel 1

Vettel geht als Teamkollege okay - Räikkönen: Ich höre auf, wann ich will

Der Transfer-Wahnsinn betrifft auch Kimi Räikkönen. Gibt es wirklich nur einen neuen Teamkollegen für den Iceman?
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Die erste Katze ist aus dem Sack - genau genommen ist der Vettel aus dem Bullen. Auch wenn Sebastian Vettel noch nicht verraten wollte, wohin seine Reise geht, sie wird nach Maranello gehen. Soweit sind sich alle sicher. Doch was Fernando Alonso machen wird, ist schon etwas kryptischer. Doch auch hier sind sich die meisten einig: Der Spanier geht zu McLaren. Doch was passiert mit Kimi Räikkönen?

Der Finne fährt eine bescheidene Saison bei seinem Ferrari-Comeback. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 133 zu 45 steht es für Fernando Alonso nach Punkten. Alonso ist Vierter in der Weltmeisterschaft, Räikkönen Elfter. "Jeder weiß, dass er gut ist", verteidigt sich Räikkönen mit Blick auf seinen Teamkollegen. "Ich habe große Probleme gegen ihn in dieser Saison, für ihn war es nicht schwierig, mich zu besiegen."

Schiebt Ferrari Räikkönen noch einmal ab?

Nach den durchwachsenen Leistungen 2014 stellt sich manch einer die Frage: Hat Räikkönen sein Ferrari-Cockpit für 2015 überhaupt sicher? "Ich habe einen Vertrag", winkt der Finne ab. Einen Vertrag hatte der Finne auch schon für die Saison 2010 bei Ferrari. Dann kam aber Fernando Alonso und der Finne wurde für viel Geld aus seinem Vertrag verkauft.

Lustlosigkeit? Nicht bei Kimi Räikkönen... - Foto: Sutton

Wie zur Saison 2009 wird Kimi Räikkönen immer wieder Lustlosigkeit unterstellt. "Ich bin gegangen und ich bin zurückgekommen, nur weil ich zurückkommen wollte - nicht weil mich irgendjemand zwingt, hier zu sein. Es war meine Wahl, wenn ich nicht dahinter stehen würde, würde ich nicht hier sitzen. Ich kann aufhören, wann immer ich will. Ich kann heute gehen, ich kann morgen gehen, oder in zehn Jahren", wurde Räikkönen deutlich.

Selbstzweifel hatte der Weltmeister von 2007 in diesem Jahr aber nicht. "Weil ich schön öfter durch die gleiche Situation gegangen bin", so seine Erklärung. "Wenn ich das Auto bekomme, das ich mag, dann kann ich es auch sehr gut und schnell fahren. Ich muss nur sicherstellen, dass das jedes Mal der Fall ist, wenn ich aus der Box fahre." Es ist kein Geheimnis, dass Räikkönen in diesem Jahr mit der Charakteristik des F14 T kämpft. Vor allem die Vorderachse bereitet ihm Kopfzerbrechen, bei den letzten Rennen waren aber Fortschritte erkennbar.

Dass Räikkönen Ferrari tatsächlich noch einmal trotz eines gültigen Vertrages verlassen wird, ist aber insgesamt unwahrscheinlich. Deshalb wird sich die Formel-1-Welt auf das Fahrerduo Vettel und Räikkönen freuen dürfen. Und sogar Räikkönen selbst kann sich ein klein wenig darauf freuen: "Ich habe natürlich noch nie mit ihm gearbeitet, weil wir in unterschiedlichen Teams waren. Aber von allen da draußen kenne ich ihn wahrscheinlich am besten und wir werden sehen, was in der Zukunft passiert."


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